Werbellinsee Triathlon, 14. August 2011

This entry was posted by on Mittwoch, 17 August, 2011 at

von CHRISTOPH: Es war kaum zu glauben, als ich mich gegen 18:00 Uhr auf die Heimreise machte konnten wir auf einen wirklich gelungenen Tag zurückblicken. Nicht nur das die Schorfheide ein wirklich außergewöhnlich schöner Teil unseres Bundeslandes und der Werbellinsee Triathlon sehr gut organisiert ist, auch das Wetter war hervorragend. Es gab tatsächlich mal keine Gewitter, Sandstürme oder Schneeschauer! Das einzige was Orientierungsprobleme bereitete, war das extrem große Gelände der Europäischen Jugenderholungs- und
Begegnungsstätte, welches als Austragungsort für diesen Wettkampf genutzt wurde. Trotzdem haben Dirk und ich sehr schnell zusammengefunden und auch in der Wechselzone haben wir uns nebeneinander eingerichtet. Für mich war es durchaus ein großer Vorteil, bei meiner ersten Halbdistanz, mit jemandem aus unserem Verein unterwegs zu sein der einen großen Fundus an reichhaltiger Erfahrung aufweist. Auch Dietmar war über der Olympischen Distanz für den TLV am Start, die gleichzeitig als Berliner Meisterschaft ausgetragen wurde.
Pünktlich um 11:30 Uhr erfolgte der Startschuss zum 19. SWT. Für gewöhnlich habe ich vor dem Schwimmen noch immer einen großen Respekt, aber diesmal lief es von Anfang an, für meine Verhältnisse, hervorragend. Ich konnte mich gleich freischwimmen und im glasklaren Wasser fast die gesamte Zeit den Wasserschatten eines anderen Teilnehmers nutzen, so dass ich als 17. auf die Radstrecke wechselte. Dirk war als 12. in den Wechselgarten gelangt und so konnten wir uns von Beginn an im vorderen Teil des Feldes festsetzen. Zur Wechselzone muss
unbedingt noch gesagt werden, dass es sich hierbei um einen umfunktionierten Sportplatz handelte, welcher immer auf der Laufbahn umrundet werden musste. Es gab also reichlich an zusätzlichen Meter zu absolvieren. Die Radstrecke war wunderschön und sehr homogen, meist zwar recht flach, aber mit einigen satten Anstiegen in der Nähe des Ziels. Im Gegensatz zum Bornsdorf Triathlon, wo ich niemanden erkannte, war es diesmal leicht Dirk zu identifizieren. Wir grüßten uns beim Kilometer 10 auf der Radstrecke und ich konnte erkennen, dass er
seinen Rhythmus auf dem Rad auch gefunden hatte. Denn es dauerte ungefähr 5 bis 10 Minuten bis ich die Lücke schloss und vorbeifahren konnte. Auch auf dem Rad fühlte ich mich richtig gut, so dass meine Vorgabe bei 3:00 h zum Laufen zu wechseln vollkommen ungefährdet war. Ich konnte sogar etwas Geschwindigkeit rausnehmen, um Kraft für die Laufstrecke zu sparen. Hiervor hatte ich am meisten Respekt. Die Platzierungen für uns beide nach dem Radsplit, lauteten Platz 10 und 19 wobei noch einige Staffeln im Klassement auftauchten. Auch der
Wechsel auf die Laufstrecke klappte gut und meine taktische Vorgabe von 1:30 h auf den letzten 21 km schien noch realistisch. Nun sollte sich das obligatorisch „Aber“ einschleichen. Beim Kilometer 2 kam der gefürchtete „Heartbrack Hill“, eine steile Rampe mit ca. 20 bis 25  % Steigung. Auch die nächsten Meter bis zum Wendepunkt waren hügelig. Nicht wirklich einladend! Spätestens als ich diese Stelle das zweitemal passierte, wurde mir klar, dass meine Zielzeit von 4:30 h nicht mehr zu packen sein wird. Auch der ständige Blick in Dirk`s Gesicht verriet mir, dass er genau so große Probleme hatte auf dieser Crossstrecke die Geschwindigkeit zu halten wie ich. Und immer wenn ich diese Stelle auf dem
Rückweg passierte bot sich mir ein Bild des „Schreckens“. Durch die Vereinigung der Strecken waren nun einige hundert Sportler auf der Strecke. An der Rampe liefen die meisten nicht mehr, sie gingen nur noch. Ich war also heilfroh als diese Nummer zu Ende ging und kam Staffel bereinigt als 7. ins Ziel. Ein Ergebnis mit dem ich durchaus zufrieden bin. Dirk folgte dicht auf dem 16. Platz und Dietmar kam in einem sehr starken Feld, in dem N. Fenske Berliner Meister wurde, auf den 20. Platz.
Nun ließen wir es locker angehen, räumten die Wechselzone, aßen noch etwas und genossen die Atmosphäre am Werbellinsee. Eins wäre allerdings noch erwähnenswert. Als ich auf der Heimfahrt den östlichen Berliner Ring erreichte, fing es an so heftig zu regnen das ich kaum noch etwas sehen konnte! Und deshalb sage ich nur noch folgendes „ God bless the german summer“.

Ergebnisse_2011 olympisch

Ergebnisse_2011 Halbdistanz


Leave a Reply