Tria Hatz in der Sängerstadt, 17. April 2016

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von OLAF: TLV Teilnehmer 2016, Norbert hatte sich noch gefunden, Roman und ich. Während der gemeinsamen Anfahrt regnete es bei 8°C. Das sorgte aber nicht für Verdruss, der Wetterbericht hatte gegen Mittag besseres Wetter vorrausgesagt. Und wenn nicht, der Wettkampf war kurz, zudem kommt man trocken aus der Schwimmhalle.  Dann nur noch 20km auf dem Rad,  für den 5km Lauf war es eh nicht so wichtig.

Der 1. Triathlon für Roman und das erste Mal Laufen für Norbert nach dem Kallinchen Triathlon 2015. Für mich der 2. Wettkampf am Wochenende, den 1. hatte ich gut überstanden, heute sollte es auch noch gehen.

2014 hatte ich die Tri Hatz zum letzten Mal gemacht und in Erinnerung, dass sich der Ablauf hinzieht. Nicht so diesmal. Schwimmstart pünktlich 10:00 Uhr,  2 Startgruppen nacheinander beim Schwimmen, ca. 40 Teilnehmer, ca. 4 pro Bahn.

Fürs Einschwimmen hatte ich 50m, das war mir doch etwas zu wenig, so 400m mit einigen Belastungen wäre schon schön gewesen. Ich war in der 1. Schwimmgruppe, Roman und Norbert in der 2. Gruppe.  750m, 30 Bahnen insgesamt.  Ich war mit 3 Anderen auf der Bahn, 2 davon waren nach dem Schwimmen ca. 75m schneller, einer langsamer. Der schwamm die ersten 200m direkt hinter mir, musste dann ins Brustschwimmen wechseln.

Wie üblich, die ersten 100m schwamm ich zu schnell und musste dann langsamer werden, bei gleicher gefühlter Anstrengung.  13:17 bei mir für die 750m, ca. 10 s langsamer als 2014, dabei bin ich bestimmt besser dieses Jahr im Schwimmen.  Die Zeit an sich ist ok, die Anstrengung dafür war es nicht, aber es ist schnell vorbei. Die Wenden sind ungewohnt, wenn man keine Rollwende kann. Der Beckenrand ist hochgezogen, anfassen, drehen und abstoßen ist schwer und war oft nicht optimal. Norbert schwamm Brust und Roman Kraul, der würde weniger als eine Minute nach mir aufs Rad gehen.

von ROMAN: Das Einschwimmen kam auch bei mir mit 50m viel zu kurz. Allerdings startete ich in der zweiten Welle und konnte in der verbleibenden Zeit kurz im Kinderbecken plantschen und erste Eindrücke vom Schwimmen sammeln. Ca. 20 Minuten nach Olafs Start wurde es ernst, zusammen mit vier weiteren Athleten auf einer Bahn. Der Respekt war riesig. Ich hatte aber kaum Zeit um darüber nachzudenken, ich war gerade im Wasser und schon erfolgte der Schwimmstart. Zwei starke Schwimmer vorweg und ich als Dritter hinterher. Nach ca. 150m waren die beiden Granaten weit vor mir und bei mir war die Anstrengung riesig. Mir wurde klar, dass ich das so nicht durchhalten werde, also entschied ich mich, den hinter mir schwimmenden vorzulassen und seinen Wasserschatten zu nutzen. Das funktionierte erstmal super. Gutes Tempo bei moderater Belastung. Allerdings hielt das nicht lange an. Die beiden Granaten wollten uns schließlich Überrunden und brachten mich dabei völlig aus dem Konzept. Der Kampf hatte begonnen, ich brauchte kurze Pausen bei der Wende, tat mich dabei aber ähnlich schwer wie Olaf, sodass ich den Anschluss zum Vormann verlor und mich nun alleine durchquälen musste. Am Ende war ich mit 14:14 völlig erschöpft im Ziel. Mit der Zeit war ich unter diesen Umständen zufrieden.

von OLAF: Radstart 11:00 Uhr, Jagdstart, ohne Regen aber nasse Straße. Ca. 100m Lauf zum Rad, Helm und Startnummer mussten dort abgelegt werden. Die Unterschiede im Schwimmen waren deutlich, der erste Schwimmer war ca. 5min min schneller als ich. Roman und ich fuhren mit Laufschuhen. 2 Radrunden, teilweise konnte man die anderen sehen, wir sahen uns aber nicht auf dem Rad. Die TLV Reihenfolge nach dem Schwimmen änderte sich auch auf dem Rad und beim Lauf nicht. Ich rette die 1min vom Schwimmen ins Ziel, knapp vor Roman. Norbert überholte einige auf dem Rad, beim Lauf gab es dann keine großen Änderungen mehr.

Alle 3 TLVler wurden erster in der AK (bei jeweils mindestens 2 Startern in der jeweiligen AK). Aber ja, bei dem Wettkampf ist es eher einfach hohe Punktzahlen zu erreichen, wenig Teilnehmer und geringe Leistungsdichte.   75 Punkte für die Mannschaftswertung.  7+ Stunden gesamter zeitlicher Aufwand für ca. 1 Stunde Wettkampf.

von ROMAN: Fürs Radfahren hatte ich mir extra Pedale mit Körbchen besorgt, um lange Schuhwechsel zu vermeiden. Der Plan ging voll auf, so konnte ich bereits in der ersten Wechselzone 2-3 Mann überholen. Auf dem Rad war es dann unspektakulär. Die Straßen waren nicht die besten aber ok. Einige Radfahrer konnte ich nach und nach überholen. An mir fuhr nur einer vorbei den ich aber beim Laufen wieder überholte. Beim zweiten Wechsel wär mir fast ein Missgeschick passiert, da ich vergessen hatte meine Pedale zu lösen und auch so nicht raus gekommen bin. Im letzten Augenblick konnte ich noch schnell eine Pedale lösen und den Sturz vermeiden. Beim Laufen merkte ich sofort die hohe Vorbelastung und ich versuchte die richtige Geschwindigkeit zu finden. Nun machte sich bemerkbar, dass ich das Koppeln nicht trainieren konnte, da ich in den letzten Wochen wieder leichte Probleme mit dem Knie hatte und zur Sicherheit aufs Radfahren mehr oder weniger verzichtet habe. Das Tempo schien mir nach den ersten Metern ok aber nicht wirklich schnell zu sein. Allerdings konnte ich von Beginn an Läufer überholen und ihre Geschwindigkeit war noch wesentlich langsamer, sodass ich in der ersten Hälfte an mehreren Läufern (gefühlt) förmlich vorbei flog. Das motivierte natürlich enorm… bis sich in der zweiten Hälfte Seitenstechen breit machten. Nun hatte ich erstmal zu tun, die Geschwindigkeit anzupassen, sodass die Seitenstechen nicht schlimmer werden bzw. wieder verschwinden. Das gelang mir recht gut, sodass ich auf den letzten Kilometer nochmal anziehen konnte und noch zwei weitere Läufer kurz vor Schluss kassierte.

Am Ende konnte ich nach langer Verletzungspause endlich mein Triathlon-Debüt absolvieren und war für den momentanen Trainingszustand zufrieden mit meiner Leistung.

Bis demnächst

Olaf & Roman


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