Quadrathlon Weltmeisterschaft, 5.09.2010

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von DIRK: Am Sonntag bin ich im Rahmen des Köln-Triathlons beim Quadrathlon angetreten. 5 km Schwimmen, 21 km Paddeln, 90 km Rad und 21 km Laufen waren angesagt. Wir sind zusammen mit den Langdistanztriathleten um 7 Uhr morgens im Fühlinger See gestartet und mussten noch eine 1,2 km lange Runde am Ende ranhängen. Nach ca. 1:18 kam ich aus dem Wasser und begab mich auf einen sehr langen Weg in die Wechselzone. Dort den Neo ausgezogen und dann ca. 200 m bis zu meinem Kajak. Für die doch eher 22 km lange Strecke benötigte ca. 2:12 h. Der Umstieg vom schwimmen aufs paddeln fiel mir nicht gleich so leicht. Meine Schultern waren auf den ersten Metern etwas verspannt und auch mein Gleichgewichtssinn war in dem kippeligen Boot auch noch etwas angeschlagen.
Dann ging es 90 km auf die Radstrecke, bei mir und auch bei wenigen anderen wurden es dann fast 100 km. Erst eine Strecke Richtung Ziel, dort ein Wendepunkt und auf die große Runde, die auch die Langdistanzler und später auch die Mitteltriathleten fahren sollten. Nach der großen Runde sollte noch einmal eine ca. 20 km lange Wendepunktstrecke befahren werden, wobei mir und auch den beiden Führenden, wie ich später erfuhr, der Wendepunkt nicht sehr ersichtlich war. Es war dann auch irgendwann ein Punkt mitten auf der Straße, aber zu meinem Zeitpunkt stand dort kein Kampfrichter und die Zeitnehmermatte war noch nicht aufgebaut. Ich konnte nicht glauben hier auf der Straße einfach umzudrehen, zumal mir noch sehr viele Radfahrer auf der Gegengeraden entgegen kamen. Ich wollte nichts falsch machen und fuhr immer weiter, aber auch die paar Streckenposten unterwegs konnten mir nicht weiterhelfen. Endlich kam mir nach ca. 5 km ein Kampfrichter auf dem Motorrad in einem Pulk von Mitteldistanztriathleten entgegen. Den hielt ich an und der bestätigte mir, dass ich den Wendepunkt bereits verfehlt habe. Ich habe dann gedreht, bin etwas frustriert Richtung Ziel gefahren und hab dann noch den Halbmarathon in 1:49 h beendet. Meine Gesamtzeit betrug 8:25 h und der 9. Platz von ca. 30 Finishern.
Mein Missgeschick hat mich rund 20 min. gekostet. Aber wie gesagt auch Thoralf Berg, der Gewinner ist auch daran vorbeigefahren, aber der ist halt viel schneller und es hat ihm zum Glück keinen großen Verlust gebracht. Im Nachhinein hätte ich auch 3-4 km früher drehen können, es hätte keinen interessiert. In Köln werde ich wohl vorerst nicht mehr starten. Auf der Laufstrecke musste man sehr aufpassen, nicht mit Rad fahrenden Rentnern oder unaufmerksamen Kindern zusammenzustoßen. Spaziergänger die nebeneinander laufen und nicht im Mindesten daran denken den Läufern auszuweichen. Auch im Zielbereich alles sehr eng. Ich war froh als einer der früheren Radfahrer im Ziel gewesen zu sein, als ich später beobachten musste, wie die teuren Räder der späteren wie Dominosteine aneinandergereiht wurden und später ziemlich grob wieder aus dem Knäuel herausgerissen wurden. Mein Rad wurde noch ordentlich aufgehängt, für die anderen war dort kein Platz mehr. Meine Wechselbeutel bekam ich auch erst sehr spät und da man mir nicht mit Sicherheit sagen konnte, ob der Busshuttle auch mein Rad mitnimmt, bin ich dann bepackt mit 3 Beuteln zurück zum Start gefahren. Kurz vor der Dunkelheit bin ich dann wieder bei meinem Zelt angekommen, habe gleich gepackt, Boot aufs Dach und war morgens gegen 5 Uhr wieder zuhause.

Dirk

Ergebnisse Quadrathlon-WM

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