Kallinchen Triathlon, 29.08.2010

This entry was posted by on Sonntag, 29 August, 2010 at

von Olaf: Am Sonntag dem 29.August war der 20. Kallinchen Triathlon. 3 TLV Teilnehmer, Dietmar, Dirk und ich. Leider ist der Wettkampf nicht in der Cup Wertung. Wetter war kühl und es gab einige Schauer. Beim Laufen kam kurz die Sonne raus, soweit ich mich erinnere. Knapp über 300 Teilnehmer auf der Kurzdistanz. Die übliche Organisation, wobei es bei mir nicht so lange dauerte, bis ich die Startunterlagen hatte. Aber bestimmt nur, weil alle früh da waren. 3 Startwellen, ich hatte auf die Anmeldung geschrieben, dass ich in der Ersten sein möchte und so war es dann auch. Das war auch der Grund dafür, dass ich vor Dietmar im Ziel war. Er war in der 2. Startgruppe und auf der Laufstrecke schon wenige 100m hinter mir. Dietmar wurde insgesamt 20ter und 3. in der AK mit 2:11:50, Dirk wurde 28ter mit 2:14:27 und ich 30ter mit 2:15:32.
Mein bestes Ergebnis in Kallinchen, auch wenn ich etwas fremdbestimmt war im Rennen. Ich wollte mich schon anstrengen, dachte aber nicht, dass ich dann auch schnell sein werde. Schon morgens hatte ich bereut, dass ich nur den Einteiler mitgenommen habe und dachte, dass mir auf dem Rad kalt sein wird. Aber nein, ich habe nicht gefroren, trotz ~ 13°C und leichtem Regen. Die Kleidung scheint auf der kurzen Strecke schon zu reichen.
Schwimmen habe ich mich angestrengt und bin mit der Zeit auch zufrieden. Diesmal nicht gegen die Boje (fiese gelbe Metalltonnen mit scharfen Kannten) geschwommen. Der Puls war aber geringer als letzte Woche, da wäre wahrscheinlich noch etwas drin gewesen.
Beim Wechsel aufs Rad habe ich gesehen, dass sich ein Arbeitskollege gerade die Schuhe anzog und dicht hinter mir ist. Folglich bin ich gleich etwas schneller gefahren, als ich eigentlich wollte. Der hatte mich dann nach wenigen Minuten eingeholt und führ vorbei, ich hinterher, ahnend dass mir das zu anstrengend sein würde. Ging dann aber und wir waren zeitgleich beim 2. Wechsel. In der letzten Runde hatte ich mit 5 anderen Teilnehmern so das gleiche Tempo und wir sind alle dicht zusammen dann zur Wechselzone abgebogen. Ich stand schon, die Schuhe waren ausgeklinkt, dann muss ich weggerutscht sein und lag. Direkt vor dem Balken, der das Ende der Radstrecke markiert, das Rad auf mir. Nichts weiter passiert, Lenkerband und Oberschenkel angeschuppert aber ich stand schnell wieder. Da ich nicht den Anschluss verlieren wollte, habe ich darauf verzichtet, mir die [warmen, trockenen] Laufsocken anzuziehen, auf die ich mich schon auf dem Rad gefreut hatte. Schneller Wechsel und ab auf die Laufstrecke, gleich die erste Trinkstelle verpasst aber dass machte nichts, war ja feucht genug.
Da lief ich dann so und ich war mit dem Tempo und der Anstrengung zufrieden und dachte schneller renne ich heute nicht. Nach ein paar hundert Metern überholte mich der Arbeitskollege mit einer Geschwindigkeit, dass ich dachte er hat sich völlig im Tempo vergriffen und dass hält er nicht durch (hatte er nicht, im nachhinein gesehen und hat er doch durchgehalten). Half nichts, ich also hinterher. Die ersten Minuten dachte ich ständig “Das ist zu schnell, das schaffe ich nicht” und war mir dann einig, dass ich ihn laufen lasse. Beim Wendepunkt war er dann ca. 50m vor mir und der Abstand blieb dann konstant. Ich hatte mich irgendwie (geistig) erholt und lief dann auf, um dann ca. 15 Sekunden vor ihm im Ziel zu sein. Es lief sich dann so weg und war keine Quälerei, jedenfalls habe ich gesehen, dass ich zu Anfang einfach nur nicht richtig wollte.
Ich hätte nicht gedacht, dass ich (noch) so schnell laufen kann, (~ 39:30) und habe dann am Abend gleich den Trainingsplan für die nächsten 4 Wochen bis zum Marathon geschrieben. 2 Wochen effektiv bleiben noch für mich, bin gerade wieder motiviert. Wenn die 2 Wochen gut laufen und ich denke, dass ich schnell laufen kann, dann versuche ich es. Bis Sonntag dachte ich, den Marathon laufe ich ruhig und strenge mich vorher nicht mehr an. Soviel zu Fremdbestimmt.

Ergebnisse_Kallinchen-Triathlon

Comments are closed.