Ironman Hawaii, 10.10.2009

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von STEFFEN: Defekte Maschine in Tegel, Flug nach Chicago in Frankfurt verpasst – das fing auf dem Hinflug nach Kona schon mal gut an. So ging’s für Olaf, Astrid und mich, nicht über Paris/Rom/Erkner, sondern mit Übernachtung in Vancouver nach Big Island. Mit 13 Stunden Verspätung nahm uns das Hannes-Team auf dem Flughafen in Empfang. Die Tage vor dem Ironman sind immer ähnlich. Jeden Morgen schwimmen, die Radstrecke abfahren, ab und zu mal ein Läufchen und Hitze plus Wind kennenlernen. Bleibt noch das Studieren der Startunterlagen (wenn man sie den rechtzeitig hat – HaHa) und das Warten auf den Samstag.

Raceday: Vom Eintreffen der Taucher per Fallschirm, bis zur Zeremonie der Hymne – alles war typisch amerikanisch einstudiert. Punkt sieben ging es dann endlich los. Nach ca. 1km in Höhe unseres Hotels angekommen, war die Wende immer noch nicht in Sicht. Die knall-orangen Bojen nahmen kein Ende. Irgendwann war dann der letzte Ballon erreicht und es ging zurück zum Pier. Die Schwimmzeit war dann doch enttäuschend. Das Schwimmen im Pazifik, ohne den geliebten Neo als Auftriebshilfe, ist dann doch was anderes als ein Wettkampf in unseren Brandenburger Seen. Außerdem sind hier die besten Langstreckler der Welt. Es ist also nicht ungewöhnlich, wenn man in der ungeliebten Disziplin im hinteren Feld rumdümpelt. Aber … abgerechnet wird am Ende – die Schwimmzeiten:
Olaf, 1:21:15, auf Platz 1394
Steffen, 1:22:43, auf Platz 1431

Der Radkurs beginnt mit einer kleinen Runde in Kona. Nach ein paar Kilometern schloss ich zu Olaf  auf und raus ging es in die endlosen Lavafelder. Kein Baum, kein grün – nur Gestein und aufgeheizter Asphalt. Hier bekam man dann zu spüren was Hitze ist. Erwartungsgemäß kam 15km vor dem Wendepunkt auf der ansteigenden Strecke nach Hawi der Gegenwind. Vor uns lagen nun noch gut 80km. Als bei vielen die Kräfte nachließen, gab es auf dem letzten Viertel der 180km noch ein wenig Mumuku. Ich hatte noch ausreichend Körner und mit gedämpfter Vorfreude ging es auf die Marathonstrecke. Olaf hatte etwas mehr zu kämpfen, kam aber auch erfolgreich aus den Laveafeldern zurück.

Steffen, Bike 5:39:34, Bike + Swim Platz 965
Olaf, Bike 6:13:00, Bike + Swim Platz 1246

Die Temperaturen lagen mittlerweile deutlich über 35°C. Auf den ersten 15km , den Alii Drive entlang, gab es noch ab und zu ein Lüftchen vom Pazifik. Spätestens auf dem Queen Ka’ahumanu Hwy. in Richtung Energy Lab schlug dann die Hitze zu. Parole: Rette dich zu nächsten Verpflegungsstation und wenn du kannst??? Werd’ nicht langsamer. Nach dem Kanada-Muster hatte ich inzwischen Goetz Lipinsky von Tripoint FFO überholt und lag im gewünschten Zeitplan. Die Kunst ist es nun, sich zu motivieren und nicht nachzulassen. Das geht z.B. mit schönen Frauen. Natürlich meine ich meine eigene. Astrid stand, markiert mit einem heliumgefüllten Papagei-Ballon, gut sichtbar mehrmals am Straßenrand. Und dann will man doch gut aussehen im vorbeijoggen. Alles hat ein Ende. Für mich war das nach 10:39. Mit dem Rennen, der Zeit und dem erreichten Platz 600 war ich dann natürlich auch zufrieden.

Olaf kam 1 Std. später zurück zum Pier. Und ob Daylight oder nicht, es war vorbei und es kamen noch einige hundert nach ihm.

Steffen Marathon 3:29:27, Finish 10:39:52, Platz 597 (100 M40-44)
Olaf Marathon 3:59:20, Finish 11:43:09, Platz 1037 (111 M45-49) 

 

 

 
 
 
 
 
 
 

 


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