Ironman 70.3 Zell am See, 1. September 2013

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von RAYMOND: Mein erstes Mal Triathlon – Ironman 70.3

Nachdem mir nach meiner Bestzeit über den Marathon und der Erkenntnis, nicht für Trailläufe in den Alpen geboren zu sein, die Herausforderungen auszugehen drohten, erinnerte ich mich an ein Vorhaben aus meiner Studienzeit: IRONMAN. Das einzige Problem an einem Ironman besteht in der Unvorstellbarkeit von 180 km Radfahren. Das entspricht in etwa der Strecke von Berlin nach Dresden oder von 690.978 hintereinander gelegten Bierflaschen.

Durch einen Lauffreund wurde die Idee 70.3 geboren, auch ein Ironman, wenn auch nur ein Halber und die Radstrecke ist mit 90 km Länge realistisch vorstellbar. Schließlich bin ich schon mehrmals die große Flämingskate Runde geradelt.

Der Plan war geboren, die Anmeldung im Dezember ganz einfach und nun sollten die Vorbereitungen beginnen. Als erstes war Equipment zu beschaffen. Ein Rad war im März gefunden, der Neo im Juli geborgt, nur mit dem Training gab es Probleme. Im März warf mich eine langwierige Knöchelverletzung zurück. Aber ab Juni gab es keine Ausreden mehr. Unter der Anleitung der erfahrenen Triathleten Peter Kirmiß und Bernd Ullrich Klein wurde das Training umgestaltet. Schwimmen und Laufen waren kein Problem. Also wurden die entspannten Lauf- und Schwimmeinheiten durch lange Radausfahrten ersetzt. Radfahren war die Unbekannte in der bisherigen Rechnung. Die Leistungen auf dem Rad waren eher unterdurchschnittlich. Also hieß es: die Disziplin trainieren, die die größte Leistungssteigerung in der Kürze der Zeit versprach.

Nachdem es den Organisatoren des Ironman nicht gelang, eine Einigung mit der Stadt Berlin über eine attraktive Rad- und Laufstrecke zu finden, wurde die Gelegenheit genutzt und der Start in Zell am See umgebucht, eine zweimonatige Galgenfrist.

Am 01.09.2013 war es dann so weit. Um 10:00 Uhr ging ich mit der ersten Welle auf die Strecke. Die Entscheidung, wegen der Kälte des Wassers auf das Einschwimmen zu verzichten, rächte sich nach 300 m. Ich bekam furchtbare Atemnot und mußte auf Rückenschwimmen umstellen. Nach einiger Zeit bekam ich meine Probleme wieder in den Griff und konnte mich erneut in das Getümmel stürzen. Nach 37:26 min und von meiner Garmin gemessenen 2,1 Schwimmkilometern stieg ich dann aus dem Wasser und begab mich auf den furchtbar langen Weg durch die Wechselzone. Am Ende sollte ich in der Wechselzone ca. 1,5 km zurücklegen. Der Kleiderbeutel hing an seinem Platz und der Kleiderwechsel klappte auch ohne Training gut. Nur noch das Rad holen und ab zur roten Linie. Nur das Wetter hatte kein Einsehen mit den Triathleten. Nachdem es an den vorherigen Tagen sonnig und trocken war, regnete es in der ganzen Nacht. Es war sehr viel Wasser auf der Straße und immer wieder gab es während des Rennens Nachschub von oben. Zur Sicherheit hatte ich noch eine Jacke in das Trikot gesteckt, aus Sorge durch den Regen auf der Strecke auszukühlen. Für mich lief es gut, weit besser als gedacht. Die Straßen waren zwar rutschig, aber es waren auf dem Rundkurs, der zweimal zu befahren war, nur wenige scharfe Kurven zur bewältigen. Der Regen war warm, der Asphalt glatt, die Höhenmeter überschaubar und fast kein Wind. Die guten Bedingungen und mein intensives Radtraining spiegeln sich in der Radzeit wieder: Ich stieg nach 2:34:06 h vom Rad und war damit 25 Minuten schneller als geplant.

Die Laufstrecke kreuz und quer durch Zell am See mit einer Wendestrecke am Zeller See war dann aber doch nicht ganz so flach und aufgrund von einigen scharfen Kurven in engen Straßen nicht einfach zu laufen. Der Umstieg vom Rad machte mir auf den ersten sieben Kilometern zusätzlich zu schaffen. Für den Halbmarathon brauchte ich 1:33:22 h. Als Läufer bin ich natürlich auf diese Zeit nicht ganz so stolz, aber normalerweise fahre ich vor einem lockeren Trainingslauf auch nicht 90 km Rad.

Mit den Wechselzeiten lief ich am Ende in einer Zeit 4:55:19 h durch das Ziel und belegte in der Gesamtwertung den 332 und in der Altersklassenwertung den 45. Rang.

Ich bin ein Ironman, wenn auch nur ein Halber!

Das Fazit dieses Wettkampfes für mich besteht in der Erkenntnis, daß Fahrradfahren auch Spaß macht und ein ganzer Ironman zu schaffen ist… im nächsten Jahr oder im Jahr darauf.

Ironman Zell

2 Responses to “Ironman 70.3 Zell am See, 1. September 2013”

  1. Gratulation zu deinem ersten Ironman. Allerdings fehlt hier die Mitteilung, ob du dir wie geplant und angekündigt das Tattoo hast stechen lassen. Denn eigentlich hast du es doch nur deswegen durchgezogen. Oder?!? 😉

  2. Christoph

    Glückwunsch Raymond!!! Die einzelnen Splitzeiten sehen wirklich nicht schlecht aus. Da geht doch noch was!


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