Ironman 70.3 Wiesbaden, 16.08.2009
von DIETMAR: Am letzten Wochenende fand der Ironman 70.3 in Wiesbaden statt. Bekanntermaßen mein Hauptwettkampf um die Quali für die WM zu machen. Freitagmittag fuhr ich mit Bärbel und reichlich Sportgepäck Richtung Wiesbaden. Gegen 19 Uhr angekommen ging gleich zur Pastaparty und Besichtigung der Örtlichkeiten am Kurhaus. Am nächsten Morgen gegen 10 Uhr fand die Wettkampfbesprechung im Kurhaus von Wiesbaden statt.
In ungewohnter Umgebung einem Festsaal mit Deckengemälden und Lateinischen Inschriften bekam die Sache einen würdigen Rahmen. Da wiederholt angesprochen wurde, wie schwer und gefährlich die Radstrecke ist, wurde ich etwas unruhig. Im Anschluß besorgten wir die Startunterlagen und packte die bekannten blauen und roten Beutel für die Wechselzonen. Mit dem Bus ging es zum 8 Kilometer entfernten Hafen zur Radabgabe. Der Shuttelservice für Radabgabe und zum Start klappte reibungslos. Neu war für mich das alle Teilnehmer samt Rad fotografiert wurden. Eine Sicherheitsvorkehrung die sich beim Abholen wiederholte da beim letzten mal en paar Räder verschwunden waren. Im Anschluß kam der kulturelle Teil. Wir haben eine kleine Stadtrundfahrt gemacht um wenigstens etwas von Wiesbaden und Umgebung zu erfahren.
Die letzte Mahlzeit vor dem Wettkampf gab es beim Italiener. Was wird nicht verraten. Sonntag gegen 6 Uhr aufstehen, danach zum Start der für mich um 09:15 Uhr stattfand. 9 Startwellen mit 3300 Starter, und ich in der letzten und größten Startgruppe. In einem Hafen ging es 950 Meter gerade aus bis zur Wendeboje und 950 Meter zurück. Nach 36 Minuten Schwimmen und 4 Minuten Wechsel mit Compressionsstrümpfe und Sonnencreme ging es aufs Rad. Erst ein paar lockere Kilometer dann kamen die ersten Steigungen des Taunus. Ich wußte gar nicht wie hoch man den Puls mit Radfahren bekommt. Nach 2:55 h war die wilde Fahrt mit etwas über 30 Km/h Durchschnitt zu Ende. Und irgendwie war ich noch Stolz darauf unter 3 Stunden geblieben zu sein. Beim laufen war ich fast nur am Überholen. Aber die Berge hatten Kraft gekostet. Mit 1:39 h ein eher bescheidene Zeit für einen Halbmarathon. Nach 5:17 Stunden hatte ich die 70,3 Meilen hinter mich gebracht. Das war der 241.Platz in der Gesamtwertung und der 32. in der AK. Abends bei der Siegerehrung wurden die Startplätze für die Weltmeisterschaft vergeben. Nach kurzer Überlegung habe Bärbel und ich Clearwater zum Höhepunkt meiner späten Sportlerkarriere erklärt und den Startplatz angenommen. Dadurch wird die Saison länger als geplant aber dann gibt es einen sonnigen Abschluß vor traumhafter Kulisse.
P.S.: Ein kleiner Schatten war die Radausgabe. Irgendwie hatte man nicht geschafft die blauen Beutel vom Schwimmstart anzuliefern. Hunderte Triathleten teilweise noch im Wettkampfdress warteten bei 30 Grad ca. 1,5-2 Stunden bis sie Rad und Beutel hatten.


