Dresden Marathon, 19. Oktober 2013

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von JENS: Sonntag früh um 6:45 Uhr starteten Torsten und ich zu unserem Saisonabschluss nach Dresden. Lange hatte ich überlegt, ob ich diese Quälerei nach meiner Erkältung nochmal auf mich nehmen sollte, aber ein Marathon sollte es dieses Jahr schon werden, egal wie. Die Hinfahrt verlief ohne Probleme und um 9.00 Uhr waren Torsten im TLV Dress und  ich in Neongelb im Startbereich. Wir liefen uns eine Runde warm, wo uns nach wenigen Minuten eine Gruppe mit 4 Kenianern entgegenkam. Ich überlegte kurz mich an die Gruppe dranzuhängen, aber dass ließen wir dann doch lieber bleiben J.

Nun zum Lauf: Das gute an Dresden ist, man kann sich während des Laufs noch entscheiden, ob man den Marathon oder den Halbmarathon läuft J. Deshalb hatte ich eigentlich keine großen Sorgen, da ein Halbmarathon immer geht. Eine Überlegung für jeden, der mal einen Marathon laufen möchte ! Doch Vorsicht, man muss natürlich den inneren Schweinehund bei km 21 überwinden.

Der Start um 10.00 Uhr war unweit des Congress Centers, wo auch der Zieleinlauf ist. Über die Marienbrücke kamen wir in die Neustadt zum Palaisplatz (km 2) und in die Große Meißner Straße. Vom Neustädter Markt liefen wir über die Augustusbrücke mit einem unvergleichlichen Blick auf die gesammelten Dresdner Sehenswürdigkeiten. Ein echter Sightseeingmarathon zum Genießen. Die ersten 10km liefen super. Ein Schnitt von 4:43 ohne große Anstrengung. Torsten war natürlich schon  ein ganzes Stück vor mir. JensBei der Halbmarathonmarke zeigte die Uhr bei mir 01:42:44 und bei Torsten 01:35:18 an. Das wäre auch noch ein ganzes Stück schneller gegangen, aber ich hatte ja noch die zweite Hälte vor mir. Ich fühlte mich noch topfit und war mir sicher den Marathon ordentlich zu finishen. Die vielen Zuschauer und Trommler sorgen für eine prächtige Stimmung bei perfektem Laufwetter. Leider verschlechterte sich mein muskulärer Zustand ab km 25 mal wieder wieder rapide. Die Beine wurden schwer wie Blei und bei km 28 war auf einmal der 3:30 Tempoläufer bei mir vorbei. Ich war körperlich nicht in der Verfassung Anschluss zu halten. Aufhören kam nicht in Frage. Mit zwei ausgedehnten Frühstückspausen bei Km 32 und 37 an den super organisierten Verpflegungsstellen (Cola, Gel, Salz, Bananen, Rosinenbrot, …), lief ich dann mit meinen Bleibeinen mit einen Schnitt von ca: 5:55 weiter und finishte mit 03:48:22. Das ist nicht mein Anspruch, aber ich wollte einfach nicht ans absolute Limit gehen, da ich schwer einschätzen kann wie mein schlechttrainierter Körper reagiert. Hätte ich mich gequält wäre deutlich mehr drin gewesen.

Torsten lief den Marathon entspannt und gemütlich in der zweiten Hälfte zu Ende und kam auf eine Endzeit von 03:13:18.  Das war schon vor dem Wettkampf klar. Zeiten von unter 3:00 Stunden möchte er seinem Körper nicht mehr zumuten. Er erwarte mich bereits gut erholt im Ziel und schoss mein persönliches Finisherfoto.

Mein Ziel unter 3:30 zu bleiben habe ich klar verfehlt, aber es war trotzdem ein super Saisonabschluss. Ein ganz großes Dankeschön nochmal an Torsten, für die Mitfahrgelegenheit. Nach einem Marathon 170km Auto zu fahren, ist für ihn doch ein wenig einfacher als für mich. Dresden ist auf jeden Fall eine Reise für eine Marathon Sightseeingtour wert. Es ein perfekter Saisonabschluss den wir gerne wiederholen möchten. Einen Marathon mit mittelmäßigen Zeiten zu genießen kann auch Spaß machen.

Gruß Jens und Torsten
Jens und Torsten


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