DM der Justitz im Triathlon, 25. Juni 2017

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von MARTIN: Ich habe dieses Jahr für mich als Genussjahr definiert. Bei sehr wenig „Training“ vier Halbmarathons entspannt laufen,  die 5×5 km-Staffel mit dem Gericht, die 10 km von Berlin und einen Triathlon, nämlich den Triathlon der Justiz in Leipzig, der sich dieses Jahr an den Neuseenman anschloss. Der Triathlon der Justiz ist immer ein Sprint, von mir also auch ohne Training zu schaffen.

Die Anreise nach Leipzig am Sonnabend, 24.06.17, war kurz und ohne Staus, das Hotel direkt in der Altstadt schnell gefunden. Mittagessen in einem netten Restaurant und schon kurz danach der organisierte Besuch im Bundesverwaltungsgericht mit Führung durch einen wissenschaftlichen Mitarbeiter. Ich kann das auch Nichtjuristen sehr empfehlen, das ehemalige Reichsgericht ist perfekt restauriert worden und man erfährt sehr viel Interessantes. Danach noch eine durch eine Rechtspflegerin organisierte Stadtführung. Ebenfalls super, anschließend Pasta-Party in einer Pizzeria.

Nach etwas nervöser Nacht am Sonntag zum Schladnitzer See nördlich von Leipzig. Dort lief das übliche Einchecken, die Rechtspflegerin, die selber Triathletin ist, hatte unsere Startunterlagen alle schon vorher besorgt, prima Service. Das Wetter war warm, es war aber sehr windig. Das sollte mir noch Probleme bereiten.

Um 10.00 Uhr war eigentlich der Start vorgesehen, er verzögerte sich jedoch um 15 Minuten. Die Triathleten der Justiz durften 5 Minuten später mit einer eigenen Welle starten, das war auch gut so. Ich habe noch nie derartige Wellen in einem See erlebt. Ständig schnappte ich nach Luft, weil ich mal wieder Wasser getankt hatte und würgte es teilweise wieder heraus. Nahtod-Erfahrung ist vielleicht etwas übertrieben, aber schön war es nicht. Trotzdem habe ich es geschafft, nach sage und schreibe 23:20 Minuten und war damit 176. von insgesamt 197 Startern ( alle Starter ). Nach einer 18%igen Rampe den See hoch zur Wechselzone sah die Welt schon ein wenig besser aus. Immer noch sonnig, immer noch windig. Die Fahrt ging bis zu einem Wendepunkt, einmal zurück fast bis zur Wechselzone, wieder Wendepunkt und ab zur Wechselzone. Radfahrer bin ich ja auch nicht, aber immer noch besser als Schwimmer ( 38:40 Minuten für die 20 km, 127. von 197 ). Dann der relativ schnelle Wechsel – bin zum ersten Mal in meinem Triathlonleben beim Radfahren kurz vor dem Wechsel aus meinen Schuhen gestiegen und dann nach dem Strich barfuß weitergerannt – und das Laufen. Es war mittlerweile ziemlich heiß geworden und ich war schon etwas k.o. So wurde es keine 21er Zeit, sondern nur 24:50 Minuten, das war für das Laufen der 59. Platz von 197.  Insgesamt wurde ich damit 127. von 197 Startern. Aber der Hammer: In meiner Altersgruppe der AK 55 wurde ich Erster im Bereich der Justiz-Triathleten, übrigens vor dem Stahl Hennigsdorfer Michael Ehlers, der in seinem Berufsleben in der JVA Plötzensee arbeitet und sonst beim Brandenburg Cup für die Hennigsdorfer in meiner Altersgruppe startet. Ich bin also Deutscher Meister!

Ja, o.k., bei diesen Leistungen, werdet Ihr sagen, aber ich bin sehr zufrieden mit mir. Das Genussjahr kann so weiter gehen…

Sportliche Grüße

Martin


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