Berlin Triathlon XL, 21. August 2011

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von STEFFEN: Berlin Triathlon XL – damit dieses Event mal etwas Großes wird, sind noch einige Hausaufgaben zu erledigen. Über 600 Triathleten hatten sich erwartungsvoll zur Premiere am Müggelsee über eine Kurz- und Langdistanz eingeschrieben. Mit dabei Dietmar, Thomas und ich. „Schwimmen witzig, Radfahren haarig, Laufen wunderbar, Ziel lecker“ so das Resumé des Veranstalters auf seiner Homepage. Um mit dem Positiven zu beginnen, eine angenehme, schattige Laufstrecke und der Kucken war lecker.

Pünktlich wartete das Starterfeld der Halbdistanz schwimmend an der Leine auf den Wasserstart. Das hatte was von Kona, nur das die Athleten mit einem einfachen LOS, statt mit einem Start- oder Kanonenschuß auf die Strecke geschickt wurden. Somit war knapp die Hälfte der Teilnehmer auf der ersten der beiden Schwimmrunden. Ein Dreieckskurs im trüben Müggelsee mit „Landgang“. Der Schwimmausstieg war über den Schiffsanlegesteg zu bewältigen. Über eine Art Hühnerleiter musste auf den Steg geklettert werden. Um die erste Disziplin richtig spannend zu machen, startete die Kurzdistanz kurz vor unserem ersten Landgang. Und nun war es richtig voll. Die langsamen, brustschwimmenden Kurzstreckler wurden unfreiwillig zum Hindernis und von hinten aufgerollt. Das Projekt Hühnerleiter mit doppelter Anzahl Schwimmer kann sich jeder vorstellen – es war jedenfalls nicht witzig. 33 Minuten Schwimmzeit (Platz 59) waren für mich in Ordnung, Thomas war ohne Neo nach 42 Minuten aus dem Wasser.

Logischerweise tummelte sich nun ein Großteil aller Starter im Wechselgarten. Eingang war gleichzeitig Ausgang. Am entferntesten Punkt war ein Kegel aufgestellt. Der sollte umrundet werden, damit der Weg für alle gleich ist. Kontrolliert wurde das nicht und es war allen freigestellt das mit oder ohne Rad zu erledigen.

Es folgte der Radkurs – die Herausforderung des Tages. Eine Wendepunktstrecke in Richtung Erkner, die ein- bzw. dreimal zu fahren war. Sonntag Mittag, super Wetter … die Straßen um Müggelheim und Gosen waren gut gefüllt und natürlich nicht für den Triathlon gesperrt. In Runde 1 war an ein windschattenfreies Rennen nicht zu denken. Zu voll war die Radstrecke. Dazu die Sonntagsausflüger in ihren Autos, die gar nicht wussten wie ihnen geschah, wenn links und rechts Radfahrer vorbei donnerten. Polizisten die eine einspurigen Baustelle und Kreuzungen regelten und andere Helfer waren von der Rad fahrenden Meute überfordert. Hätte ich für Hawaii nicht noch eine Halbdistanz als Vorbereitung gebraucht, dann hätte ich jetzt den Wettkampf abgebrochen. Ab Runde zwei hätte es ein faires Radfahren werden können, dagegen hatten aber einige große Radgruppen etwas. Die Wettkampfrichter haben auch nur ihr Benzin verfahren. Ganze sieben Penaltys haben sie verhängt – ein Witz. Jedenfalls habe ich das „haarige“ Radfahren überlebt und war mit einem guten 37er Schnitt inzwischen auf Platz 37 vorgefahren. Thomas kam ebenfalls gut zurecht, jetzt auf Platz 174. Übrigens war es nach zweimaligen kurzfristigen Änderungen der Radstrecke nur noch 80 km … na ja, knapp verrechnet.

Der abschließende Halbmarathon war in 4 Runden aufgeteilt. Die Strecke, überwiegend im Schatten, war wunderbar leicht zu laufen. In den letzten beiden Runden konnte ich das Tempo noch ein wenig steigern. Nach 1:32 h waren die 21 km und der Berlin Triathlon XL geschafft. 263 Finisher auf der Halbdistanz. Meine Gesamtzeit 4:15 h Platz 20 (TM45 Platz 4). Thomas hat sein Laufziel unter 2 h zu laufen erreicht. Seine Endzeit: 5:06 Platz 173 (TM40 Platz 36).
Nach dem Zeesener Triathlon am Sonnabend hat Dietmar für die Kurzdistanz gemeldet. Von 334 Finishern belegte er den 18. Platz in der Gesamtzeit von 1:21 h.

Im Ziel erst mal Flüssigkeit nachtanken und leckeren Kuchen essen. Für alle TLV-Triathlen: Die Jungs von A3K waren in nagelneuen Einteilern der Marke Redvil unterwegs. Ich hab mal einen angefasst, macht einen guten Eindruck ……… der Einteiler.

Fazit: Berlin Triathlon XL chaotisch bis gefährlich – nicht zu empfehlen.

Ergebnisse Halbdistanz

Ergebnisse Kurzdistanz


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