Berlin Marathon, 25. September 2011
von OLAF: Es war wieder soweit, letzter Sonntag im September, der Berlin Marathon. Schönes Wetter war angesagt, sonnig, ~ 10…20°C und 2 amtierende Weltmeister am Start, einen neuen WR sollte es geben. Letztes Jahr war es schon sehr gut für mich gelaufen, diesmal war ich noch etwas besser trainiert und ich wog ca. 1,5kg weniger. Das alleine sollte reichen, um ein paar Minuten schneller laufen zu können. Allerdings war ich nicht so ausgeruht bzw. eher ein wenig erschöpft und es würde wärmer werden. Egal, für unter 3hrs sollten es reichen und ich hatte gehofft, dass es mir “leicht” fällt. Einiges wollte ich ausprobieren dieses Jahr. Schnell Laufen trotz hoher Rad- und Schwimmbelastung in den Tagen zuvor. Üblicherweise mache ich Dienstag und Mittwoch zwei kohlenhydratarme Tage, diesmal aber nicht. Die Wettkampfbekleidung für den nächsten IM wollte testen. Ohne Socken in den Triathlonlaufschuhen, weißes Kompressionshirt mit kurzen Ärmeln, Rad/Laufhose und Sonnenbrille. Ohne Gels zu laufen hatte ich mir abgeschminkt, das wäre bestimmt nicht gutgegangen. Am Abend vorher waren wir zum Geburtstag eingeladen und obwohl ich mich schon “beherrscht” hatte, b in ich 3x zum Buffet, hatte 3 Bier und 6x Süßspeise zum Nachtisch. Insbesondere den Schweinebraten mit Schwarte wollte ich mir nicht entgehen lassen. Das hat ein wenig meinen morgendlichen Rhythmus durcheinander gebracht und ich hatte während des Laufs die Sorge, dass ich mitten drin ins “Gebüsch” muss.
Ab Rangsdorf den Zug um 6:59 bis Berlin HBF. Torsten und Klaus hatten die gleiche Idee. In der Wechselzone hatte ich dann genug Zeit und bin ca. 15min vor dem Start vorne in den Startblock B geklettert. Block C wäre für mich gewesen, ich wusste aber, dass es mir dann etwas zu langsam auf dem 1.km gehen würde. Ich wollte konstant 4:15 laufen und es auf jeweils 5km dann ausmitteln. Der erste km war dann bei 4:25, ohne dass ich überholt/mich vorbei geschlängelt hatte. Ich bin gut und konstant durchgelaufen, der Anfang fiel mir schwer und mir kam das Tempo hoch vor. Später ging es, die letzten km waren leichter als letztes Jahr. Bei km 15 hatte ich ein kleines Schwätzchen mit Dietmar, der ahnte schon, dass er etwas langsamer werden würde, oder auch werden wollte. Ganze 7 sec war ich schneller als 2010, aber über 100 Plätze weiter vorne in der Gesamtwertung. Zum ersten Mal unter den ersten 1000. Der Puls war im Durchschnitt 5 Schläge niedriger als letztes Jahr, ich habe keine Idee warum. Die Bekleidung war passend, zu heiß war mir nicht. Letztendlich ist doch alles gut gegangen, ich musste nicht ins Gebüsch.
Wie geplant habe ich den Zug zurück um 12:28 ab HBF bekommen, den Nachmittag habe ich dann im Garten im Liegestuhl verbracht, die Sonne genießend. Heute am Montag habe ich starken Muskelkater, beide Waden und Oberschenkel. Ich glaube etwas stärker in den Oberschenkeln und weniger in den Waden als letztes Jahr, kommt
vielleicht von den Schuhen bzw. daraus resultierendem anderem Auftreten. Erstaunlich, da ist mal völlig durchtrainiert, aber ein schneller Marathon ist doch schon eine besondere Belastung. Jetzt schnell erholen, am Dienstag noch
eine harte Schwimmeinheit und Mittwoch lange Rad, das war es dann, Freitag geht es dann los, um die halbe Welt.
162 1654 M40 Bublak, Raymond (GER) 02:39:32
12128 6221 M50 Bukowiecki, Knut (GER) 03:57:07
20185 13503 M60 Hummel, Klaus (GER) 04:35:52
975 2383 M45 Mistareck, Olaf (GER) 02:58:28
923 2083 M40 Paul, Torsten (GER) 02:58:00
11714 21746 M40 Perko, Karsten (GER) 03:55:56
2703 1982 M35 Richter, Daniel (GER) 03:14:44
1833 2310 M45 Senger, Dietmar (GER) 03:07:58
Jemanden vergessen?
Olaf
von TORSTEN: Glückwusch an Raymond zu seiner fantastischen Zeit unter 2:40 !!! Tolle Leistung …
Für mich ist es schon Tradition, zum Saisonabschluss in Berlin zu laufen. So war auch mein 13. Berlin-Marathon wieder ein schönes Erlebnis: super Wetter, tolle Atmosphäre an der Strecke und noch mal locker eine Zeit unter 3 Stunden …
“Aufhören, wenn es am Schönsten ist” – das hatte ich mir schon mal vorgenommen: Nach meinem angekündigten Abschied vom „ambitionierten Freizeitsport“ vor 2 Jahren bin ich dann aber wieder rückfällig geworden: Ostseeman 2010, IRONMAN 2011, dazu 10 Marathonläufe (ich kann es selbst kaum glauben …), 6 davon unter 3 Stunden, neue Bestzeit über die Mitteldistanz im Spreewald …
Jetzt nehme ich es mir wieder vor: Triathlon-Wettkampfpause im nächsten Jahr, eventuell einige Läufe, um nicht völlig die Form zu verlieren, dann aber auch ohne Wettkampfcharakter und auch mal deutlich langsamer. Ich hoffe, es macht mir auch noch Spaß, wenn ich dann hinterherlaufe …




Wow! Glückwunsch euch allen! Hammerzeiten!!!