Barcelona Marathon, 15. März 2015

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von JENS: Damit man im Winter die Ziele nicht aus den Augen verliert, beschlossen Torsten und ich im November 2014 einen Marathon Frühjahrsklassiker für 2015 auszuwählen. Bei den Teilnehmerzahlen gehört Barcelona zur Spitze in Europa. Wir waren selbst überrascht, 19200 Anmeldungen, kein Gedränge, perfekte Organisation und nur freundliche Menschen.

Unser sehr gutes 4* Hotel in dem wir nächtigten, war einer der Sponsoren. Wir kamen Freitag gegen 12.00 Uhr an und sofort lief uns unsere direkten Konkurrenz über den Weg. Knapp ein duzend junge, schmächtige, männliche und weibliche Keniaer und Äthopier mit persönlichen Bestzeiten von 2:07 –2:10. Bestzeiten in Barcelona zu laufen ist für normale Hobbysportler möglich, aber Internationale Topzeiten sind aufgrund des Profils eher schwierig. Freitag und Samstag war Sightseeing angesagt, Sonntag der erste Saisonhöhepunkt. Freitag abend gab es noch eine DINA4 Seite wissenschaftliche Tipps per Mail von Olaf (Schnitt festlegen, locker laufen, nicht zu oft auf die Uhr schauen, Puls ist egal, Getränkestände mitnehmen, keine Getränke mitnehmen, Becher einknicken, Gels nehmen, schmerzen vergessen, xxx). An 75% hielt ich mich, an die anderen 25% nicht. Trotzdem waren die tipps sehr hilfreich. Danke nochmal Olaf.

Torsten war verletzungsbedingt nicht 100% fit und hatte Bedenken den Marathon überhaupt zu laufen. Ich hatte mir vorgenommen deutlich unter 3:30 zu laufen. Eine Grippe vor 2 Wochen, verunsicherte mich jedoch. Die Afrikaner blieben also vom TLV Rangsdorf verschont. Sonntag 6:00 Uhr gings zu Frühstück, 2 Tostbrotscheiben und 1 Brötchen gönnte ich mir. Die Teller der Keniar an unserem Nachbartisch waren gestapelt mit Donuts, Kuchen, Toast,…Nichts für meinen empfindlichen Magen (kurz vor dem Start konnte ich glücklicherweise nochmal das Dixi aufsuchen und es klappte sogar). 7:15 Uhr wurden wir vom Hotel mit ca 50 weiteren Läufern direkt zum Start mit einem Reisebus gebracht. Sonntag 8:30, herlicher Sonnenschein, 12 Grad, perfektes Marathonwetter.

Mit gewaltigem Rauschen schießen links und rechts Wasserfontänen gen Himmel. Hinter uns die gewaltige Kulisse des Nationalmuseums.
Das Läuferfeld zieht sich schnell auseinander. Auf breiten Straßen gehts zu Lionell Messi & Co Richtung Fußballstadion Camp Nou, der Heimat des FC Barcelona. Viele internationale Läufer, ab und zu eine kurze Konversation bei einem lockeren Schnitt von 4:30 km/min. Torsten überholte mich kurz vor km 5. Die zwickende Wade wurde vorher noch mit „Schlangengift“ und Kompressionsstulpen versorgt und hielt.

Gaudis Unvollendete – die Sagrada Familia war bei KM 16 erreicht. Viel zu schnell laufen wir an diesem Prachtbau vorbei, das tut in der Seele weh, die Beine waren noch erstanlicher Weise fit. Der Schnittt von knapp unter 4:30 hielt immer noch.

Nachdem die Halbmarathon-Marke bei 1:34:28 passiert war, ging es bei km 28 direkt an unserem Hotel am Torre Agbar vorbei. Der Schnitt war immer noch unverändert bei 4:30 km/ min. Langsam merkte ich meine Beine und nahm ein wenig Tempo raus. Ich lief bis km 35 mit einem Schnitt von 4:36 weiter und nahm dann sicherheitshalber nochmal Tempo raus. Die Sonne knallte, der letzte Anstieg stand bevor und die Angst vorm Einbruch war zu groß. Ab km 35 war ich mir sicher die 3:15 locker locker zu knacken und beendete das Rennen auf den letzten 7 Kilometern mit einem Schnitt von 4:40 –4:55.

Meine Zielzeit: 3:13:49 mit ein wenig Luft nach oben. Für mich ein tolles Ergebnis. Meine Marathonziele für dieses Jahr sind schon übertroffen. Mal sehen wie ich mich für das nächste Event motivieren kann. Torsten: 3:08:16. Eine ordentliche Zeit aufgrund der zwickenden Wade und Probleme während den letzten Wochen.

Barcelona ist auf eine Reise wert. Dieser Marathon ist perfekt organisert. Wir kommen auf jeden Fall wieder. Es gab absolut nichts zu bemängeln. Vielleicht ist der TLV ja dann ein wenig stärker vertreten. Für März 2016 ist eventuell ROM geplant. Eine Rundmail folgt.

Und noch ein paar Fakten:
Sieger Philip Cheruiyot Kangogo/ KEN 02:08:16/ unser Nachbar vom Frühstückstisch: Leute esst Kuchen und Donuts zu Frühstück

Bester Spanier: Carles Castillejo (ESP) 02:12:03

bester Deutscher: Fernando Concha/ SenM Lg Alpen/ GERMANY/02:38:08 und Sascha Hubbert/ SenM Lg Alpen/ GERMANY 02:43:58.

One Response to “Barcelona Marathon, 15. März 2015”

  1. Martin Fenski

    Hallo Jens,

    gratuliere zu diesem Supersprung in der Bestzeit!


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