Author Archive

51. Rennsteiglauf 25. Mai 2024

Posted by on Montag, 10 Juni, 2024

Von Daniel

Der 51. Rennsteiglauf war eine sehr interessante Erfahrung für mich. Nach den Erfahrungen vom letzten Jahr hatte ich mir für dieses Jahr eine Zeit unter 7 Std. als Zielzeit gesetzt. Nach langem Kampf und reichlich Schmerzen wurden es 7:13 Std. Bei angenehmen Temperaturen um die 10 Grad ging es um 6:00 Uhr in Eisenach los, Richtung Rennsteig. Die Wege waren vom Regen leicht aufgeweicht und teilweise mit einigen kleineren und größeren Pfützen bedeckt. Der Anstieg zum Rennsteig war am Morgen noch mit Nebel bedeckt und im Laufe des Tages kam mehr und mehr die Sonne durch.

Die ersten 25 km geht’s bergauf, ich bin kontrolliert gerannt und teilweise, wie viele andere auch „gegangen“, meine Herzfrequenz habe ich unter 160 gehalten. Soweit alles gut. Endlich auf dem Gipfel des Inselberg angekommen, so steil der Anstieg war, so steil ist leider auch der Abstieg. Irgendwie ist es mir beim bergab Rennen in die Oberschenkel geschossen. Unten angekommen hatte ich das Gefühl in den Oberschenkeln, als ob ich mit einer 150kg Hantel 100 Kniebeuge gemacht habe.

Ab jetzt tat jeder Schritt weh. Auf der Ebene ging es noch, bergauf war unangenehm und bergab ging gar nicht. Bis zum Grenzadler (56 km) in Oberhof konnte ich trotz der Probleme noch meinen Zeitplan halten. Ab jetzt wurde es richtig bitter. Die letzten 20 km bin ich fast nur noch gegangen, bergab habe ich probiert rückwärts zu rennen. Aufgrund der unebenen Strecke war das nur teilweise möglich. Als ich endlich in Schmiedefeld durch den Zielbogen gerannt bin, war das eine Erlösung für mich. Ich weiß nicht, wann ich jemals solche Schmerzen in der Muskulatur hatte. Im Festzelt gab es zum Ausklang noch eins, zwei Kaltgetränke und zünftige Blasmusik.

 

Daniel

Spreewald Duathlon am 04.05.2024

Posted by on Freitag, 17 Mai, 2024

Von Daniel

Wie jedes Jahr im Mai ist der Spreewald Duathlon ein schöner anspruchsvoller Wettkampf, bei dem die Teilnehmer feststellen können, wie gut sie über den Winter gekommen sind. Vom TLV waren auf den kleinen Strecke Martin Fenski, Platz 34 Gesamt, 3.AK in 2:56,16 h und Andreas Vogel, Platz 35 Gesamt, 2.AK in 2:56,41 h unterwegs. Auf der langen Strecke waren mit mir noch Olaf und Karl am Start. Olaf hat die Radschuhe vergessen und Karl hat etwas mit der Saisonvorbereitung, aufgrund von Krankheit, gehadert. Bei mir lief es ganz gut, Laufen war im Soll und auf dem Rad wurde es hinten raus zäh. Da fehlen halt die Winterkilometer.

Das Wetter spielte in diesem Jahr gut mit, bei sehr angenehmen Temperaturen um die 20-22 Grad schon fast zu warm für die lange Strecke. Die Laufstrecke im Wald war gut auf befestigten Wegen zu laufen. Wie immer gibt es auf dem Rad reichlich Wind, in diesem Jahr war er für mein empfinden noch recht mäßig. Alle TLV Starter sind ins Ziel gekommen. Der Sieger kam aus Rostock und hat eine bemerkenswerte Zeit abgeliefert. In 3:22,16 h kam Florian Harbig mit großem Abstand ins Ziel. Er konnte sich im Ziel schon feiern lassen bevor der Zweitplatzierte vom Rad zum Laufen wechselte.

Ich konnte mit Gesamtplatz 14, 1.AK, in 4:14,06 h gut leben. Olaf erreichte mit seinem Handicap als 27., 2.AK, in 4:27,58 h und Karl als 47., 5.AK, in 5:06,11 h das Ziel.
Wie immer war der WK gut durchorganisiert und für alle AK Platzierungen gab es die obligatorischen Handtücher.

Daniel

 

 

Bericht zum Miami Marathon am 28.01.2024

Posted by on Dienstag, 20 Februar, 2024

Von Daniel

Mit einem schönen Event zum Jahresanfang wollte ich in mein letztes Wettkampfjahr starten. Was gibt es schöneres als Urlaub und Hobby miteinander zu Verknüpfen. Miami Marathon 2024, das Event und die Rahmenbedingungen waren super. Nur eine verhärtete Wadenmuskulatur bedingt durch wiederkehrende Rückenschmerzen und ein Fersensporn verhinderten eine angemessene Vorbereitung für einen Marathon. Egal, Startgeld war bezahlt und die Reise längst gebucht.

Ca. 3.000 Marathonläufer und ca. 14.000 Halbmarathonläufer/innen wollten am Sonntagmorgen ab 6:15 Uhr das Rennen in Angriff nehmen. Es war noch dunkel und trotzdem zeigte das Thermometer schon 23 Grad. Nach Nationalhymne und Startschuss ging es los. Start und Ziel in Miami ist an der Basketballarena / Baysade Miami, weiter geht es am Hafen entlang Richtung Miami Beach, ein Abstecher über den Ocean Drive mit Blick aufs Meer und dann weiter über kleine Brücken zurück nach Downtown Miami. Hier biegen die Halbmarathonis Richtung Ziel ab und der Rest muss noch eine Schleife Richtung Biscayne Bay und Coconut Grove in südlicher Richtung und zurück.

Ab Sonnenaufgang gegen 7:30 Uhr brannte die Sonne und es waren sofort 30 Grad. Einige wenige Anwohner standen an der Strecke und feuerten die Läufer an. Bis zum Halbmarathon war ich ganz gut unterwegs, dann wurde es doch wieder etwas zäh. Die Temperaturen mit hoher Luftfeuchtigkeit und die mangelnde Vorbereitung merkte ich jetzt deutlich. Trotz der vielen Verpflegungsstände war ein Abkühlen kaum möglich. Nach 3:42h war ich dann im Ziel, Platz 269 von 2996

.

Da ich meine Frau auch gern mal an so einem Event teilhaben lassen wollte, habe ich sie einfach für den Halbmarathon angemeldet. Mit etwas Vorbereitung im November/Dezember kam sie dann nach 2:02h ins Ziel.

Nach dem Wettkampf ging es stolz an den Strand zum Erholen. Am Vortag haben wir noch an einem Tropical 5K (5km Lauf) teilgenommen. Vom Hafen ans Meer, vorbei am größten Kreuzfahrtschiff der Welt. Alles in allem ein schönes durchorganisiertes Event, eine schöne Reise, an einem sehr schöne Ort.

Daniel

 

15. Leipziger Wintermarathon (20.01.2024)

Posted by on Freitag, 16 Februar, 2024

Von Tortsten

Als Saisonauftakt hatten wir uns auch in diesem Jahr wieder den Teammarathon in Leipzig vorgenommen. Bei diesem Wettkampf müssen 3 Läufer gemeinsam die Laufstrecke absolvieren und für die Wertung zusammen ins Ziel einlaufen. Falk und Karlheinz konnten beide in Vorbereitung auf den Lauf nicht optimal trainieren. So war schon vorher klar, dass es nur um das Ankommen gehen würde und der gemeinsame Ausflug sollte im Vordergrund stehen.

Wir hatten dieses Jahr super Winterwetter, morgens noch leichten Frost, eine dünne Schneedecke und herrlichen Sonnenschein. Was schön aussah, machte aber das Laufen noch schwerer, es bildete sich unter dem Schnee Eis und der Abdruck beim Laufen fehlte. Falk musste dann auch bei knapp 30 km leider aussteigen, konnte sich dafür aber im Zielbereich eine Massage gönnen. Ich bin mit Karlheinz durchgelaufen, so dass wir zumindest unsere Medaillen und Einzelurkunden bekommen haben – in der Teamwertung wurden wir natürlich somit aber nicht gewertet.

Trotzdem war es ein schöner gemeinsamer Ausflug und für alle eine harte lange Trainingseinheit.

 

Torsten

Royal Parks Half Marathon in London und persönlicher Jahresrückblick

Posted by on Montag, 6 November, 2023

Von Klaus.

Da ich ab dem Jahr 2024 der Altersklasse 75 zugeordnet bin, habe ich die AK 70 abschließend nochmals ausgekostet.

Über den Lissabon Halbmarathon im Frühjahr hatte ich schon berichtet. Neben zwei 10 km Läufen (beim Spreewaldmarathon und beim Stienitzsee Open) habe ich noch zum 19. Mal den Marathon des GuthMuths-Rennsteiglaufs absolviert. Eigentlich ein Zufall, denn 2010 war ich dort zum letzten Mal und wollte dann nach dem Berlin Marathon 2016 überhaupt keinen Marathon mehr laufen.

Anfang April war ich mit meiner Frau in Suhl, las dort Werbung für den 50. Rennsteiglauf und sagte, mehr aus Spaß, dass ich eigentlich durchaus Lust hätte, auf dem Rennsteig nochmal zu laufen (1983 war ich erstmalig dort und hatte bisher 18 Marathons und zwei Supermarathons dort absolviert). Ende April fragte meine Frau dann, ob ich den wirklich nochmal Marathon laufen wolle, denn ich solle mich nun entscheiden, da Sie ein Hotelzimmer in Neuhaus noch für uns gefunden hätte und kurzfristig buchen müsste. Da blieb mir nichts anderes übrig, als zu laufen, denn die Bemühungen eine Ehefrau muss man würdigen.

Es war wieder toll dort, wie alle 20 Läufe davor auch dank einer superguten Organisation. Erstaunlich ist nur, wie sich das Streckenumfeld durch das großflächige Waldsterben seit 2010 verändert hat. Abschnitte, bei denen man früher mitten im tiefen Wald gelaufen ist, sind jetzt freie Flächen, mit viel Wind aber auch eindrucksvollen Aussichten in den Thüringer Wald, die es früher nicht gab. Mein Entschluss stand aber fest, dass es mein letzter Rennsteiglauf war. Da die deutsche Geschichte aber „jähe Wendungen“ kennt, habe ich für 2024 schon ein Zimmer in Neuhaus reserviert.

Jahresabschluss war für mich aber die Teilnahme am Royal Parks Half Marathon in London am 08. Oktober. Auch dort gab es eine gute Organisation und außerdem sehr viele Zuschauer. Es nahmen 15.957 Starter teil und es gab eine interessante Streckenführung (Beginn am Kensington Garden, vorbei an vielen Sehenswürdigkeiten, wie z.B. Buckingham Palace, Trafalgar Square, Westminster Abbey, durch die Innenstadt und dann in einem Zick-Zack-Kurs durch den Hydepark und den Kensington Garden). Das Feld wurde stark gestreckt, so passierte ich die Startlinie erst ca. 55 Minuten nach dem offiziellen Start (und ich war nicht der Letzte Starter). Mit meinem 21 Platz bei 40 Startern in der AK 70+ war ich zufrieden.

Auf ins Jahr 2024 und ich in die AK 75!

Klaus

 

 

Mein 100. Marathon in Amsterdam 15.10.202)

Posted by on Donnerstag, 19 Oktober, 2023

Von Torsten

Am 15.10.2023 fand der diesjährige Amsterdam-Marathon statt. Karlheinz hatte diesen Lauf schon seit mehreren Jahren vor, und für mich sollte es der würdige Rahmen für meinen 100. Marathon werden. So haben wir zusammen im Juli die Reise geplant und uns angemeldet.

Meine Saison lief gut, ich hatte dieses Jahr schon mehrere Läufe absolviert, und auch der 99. Marathon klappte in Berlin ohne Problem (3:20:13). Trotzdem ist es natürlich so, dass sich dann doch etwas Druck aufbaut, wenn der Jubiläumslauf endlich ansteht. Karlheinz war leider verletzt und konnte nicht antreten, hat mich aber bis kurz vor dem Start vor Ort begleitet. Und wie es so ist: wir standen dann morgens erst mal bei 7°C im Regen, nicht gerade ideale Voraussetzungen und erst recht kein Jubiläumswetter. Beim Laufen wurde es teilweise besser, aber es gab auch immer wieder Regen- und Graupelschauer. Vor meinem Zieleinlauf im Olympiastadion Amsterdam kam dann aber die Sonne durch. Super Stimmung an der Strecke und für mich doch sehr emotionale Momente, als ich dann im Stadion durchs Ziel gelaufen bin (3:24:00). Damit sind 100 Marathonläufe erfolgreich absolviert …

Meine persönliche Bilanz zum „100-Marathon-Club“

  • 1999: 1. erfolgreiche Teilnahme beim Berlin-Marathon (3:26:16)
  • 2001: beim Berlin-Marathon erstmals die „Schallmauer“ von 3 Stunden geknackt (2:58:24)
  • 2007: meine Marathonbestzeit 2:48:53
  • 2001-2015: 15 Jahre immer ein Lauf unter 3 Stunden, insgesamt 22x
  • „Ritterschlag für Läufer“- 2x Supermarathon beim Rennsteiglauf
  • „Einmal im Leben musst du auch nach Biel“ – 2005 bin ich auch die 100km von Biel gelaufen
  • 5x Marathon bei IRONMAN oder Langdistanz
  • Seit 1999 beim jedem Berlin-Marathon im Ziel, mittlerweile 24x
  • Meine durchschnittliche Marathonzeit über alle 42km-Läufe: 3:15:00
  • Alle 42km-Läufe unter 4 Stunden
  • 100x gestartet, 100x im Ziel.
  • Ich hatte den Willen, aber auch das nötige Glück, musste nie aufgeben oder abbrechen …

Bei 100 ist hoffentlich noch nicht Schluss. Marathon ist meine sportliche Leidenschaft, es hat mich immer wieder motiviert und fasziniert dabei zu sein. Mit den Läufen verbunden sind viele unvergessene Momente, gemeinsame Reisen und Erlebnisse. Aber ich bin auch froh und dankbar, dass ich dieses persönliche sportliche Ziel als Meilenstein jetzt erreichen konnte und gönne mit eine längere Marathonpause zur Regeneration.

Viele Grüße

Torsten

 

 

Challenge Roth 25.06.2023

Posted by on Sonntag, 2 Juli, 2023

Von Daniel

Challenge Roth, das Mekka des Triathlon, gehörte noch auf meine To-Do Liste. Weil mein Karrierehöhepunkt im Oktober (IM Hawaii) erst 2024 stattfindet, ist das Jahr 2023 ein Übergangsjahr. Dementsprechend bin ich nach Roth gefahren.
Roth ist ein beschaulicher kleiner Ort, der am Challenge Wochenende aus allen Nähten platzt. Die Veranstaltung ist gut organisiert, die Triathlon Messe riesig. Da kann sich Ironman noch was abschauen. Am Freitag wie üblich Startnummer abholen und Messe besuchen. Am Samstag die Wettkampfbesprechung im Zielstadion und dann ab zum Rad einchecken. Etwas Sightseeing durch Nürnberg und dann 1-2 Bier zum besseren Einschlafen. Meine Zielvorgabe für das Rennen, anhand des übersichtlichen Trainings in diesem Jahr, waren 11 Stunden. Raceday, der Wecker klingelt 03:00. Kleines Frühstück und ab in die Wechselzone zum Schwimmstart. Der Chef der Challenge, Felix Walchshöfer, begrüßt die ersten Athleten in der WZ persönlich, um 05:00 Uhr.

Die Temperaturen waren schon angenehm warm, um 17 Grad. Das Wasser hatte um 23 Grad, also Neo erlaubt. Die Profis gingen 6:30 Uhr ins Wasser, meine Startgruppe war 7:25 Uhr dran. Das Schwimmen im Main-Donau-Kanal ist recht einfach, eine Wendepunktstrecke 1,8 km gegen den Strom und 1,8 km mit dem Strom, wobei ich keinen Unterschied gemerkt habe. Nach 87 min war ich aus dem Wasser, bei 10 x schwimmen in der Vorbereitung war auch mehr nicht möglich.

Die Radstrecke sind zwei Runden die es doch in sich haben, am Ende hatte ich 1.800 Höhenmeter auf der Uhr. Wie üblich habe ich das Feld von hinten aufgerollt, was gar nicht so einfach war. Die Strecke war voll, viel zu voll. Keine Abstände, zu dritt, zu viert nebeneinander, was das Überholen echt schwierig macht. Natürlich sind keine Kampfrichter unterwegs gewesen, die hätten auch jeden bestrafen müssen. Dann kann man Windschatten auch frei geben. Erst in der zweiten Runde, ab 120 km wurde es dünner im Feld. Die Profis habe ich auf dem Rad zum zweiten Mal gesehen. Der Zug ist an mir vorbeigefahren, ich dachte ich stehe….
Nach 5:20 h war die zweite WZ in Roth erreicht. Ich liege ganz gut im Zeitplan. Bei Temperaturen um die 30 Grad und wenig Schatten auf der Laufstrecke war der abschließende Marathon eine Herausforderung. Es ging wieder zum Main-Donau-Kanal, 8km entlang des Kanal und zurück in eine Richtung und dann dasselbe in die andere Richtung. Gut waren die vielen Verpflegungsstationen in 2 – 2,5 km Abständen. Ein Dank an alle Helfer!!! An jeder Station gab es Wasser ohne Ende, dort habe ich mich auch in aller Ruhe versorgt und einiges an Zeit liegen lassen. Zurück in Roth wurde der Ort nochmal vermessen und dann war endlich im Zielstadion die Finishline erreicht. Aufgrund der Umstände ist es beim Laufen doch etwas länger geworden, nach 4:07 h war es geschafft.

Mit einer Gesamtzeit von 11:02 h war ich im Bereich meiner Möglichkeiten im Ziel angekommen. Am Ende Platz 121 in der AK und 1.340 Gesamt, bei 3.500 Einzelstartern. Fazit: Ich war beim Weltrekord des Siegers Magnus Ditlev dabei, den WK kann ich auf meiner Liste abhaken. Was mir auch hier, wie in den letzten Jahren beim Berlin Marathon und Ironman, nicht mehr gefällt, ist die Masse an Leuten die über die Strecken gejagt werden. Beim Schwimmen entzerrt sich das noch, wobei die letzten Starter 1,5 h Stunden später ins Wasser sind. Aber auf der Radstrecke und beim Laufen sind die Massen an Startern deutlich zu viel. Und wenn man dann im Zielbereich 20 min stehen muss um seine Sachen zu bekommen, 20 min fürs Duschen und 20 min im Herdentrieb am Buffet vorbei, das ist schon anstrengend. Angehörige und Familie drängeln sich am Ausgang und stehen sich dann auch noch die Beine in den Bauch, die hatten ja auch schon einen langen Tag. Familiär sind diese Veranstaltungen so leider schon lange nicht mehr.

Lissabon Halbmarathon am 12. März 2023

Posted by on Montag, 27 März, 2023

Von Kaus:

Bedingt durch die Corona – Epidemie und eigene Erkrankung in 2022 konnte ich erst jetzt wieder zum Halbmarathon antreten. Der Halbmarathon in  Barcelona 2020 war bis dahin mein letzter. Lissabon ist sowohl als Ausflugsort als auch als Wettkampfort wirklich empfehlenswert. Der Halbmarathon ist für 15.000 Starter und der ca. 45 Minuten später startende 10 km-Lauf für 17.000 Starter ausgelegt.

Start ist an der Mautstation der bekannten Brücke (Ponte 25 de Abril), die über den Tejo führt. Baulich und vom Anblick her vergleichbar mit der Golden Gate Brücke in San Francisco. Leider lag am Tag des Laufes eine Nebelbank über dem Tejo, was den tollen Ausblick sehr beeinträchtigte. Das Wetter war aber gut für den Lauf, leichter Wind, 12-18 Grad und gelegentlich Sonne.

Die Brücke mit einer Länge von ca. 2,5 km ist nur einmal im Jahr, für den Halbmarathon, für Fußgänger geöffnet. Der Start erfolgte nicht in Gruppen (außer die Eliteklasse), denn die Brücke wird auf voller Breite (alle Fahrbahnen) für den Lauf genutzt, so das nach 4 Minuten auch die hinteren Startreihen gestartet sind. Der Lauf ist sehr gut organisiert. Zum Start gelangt man ausschließlich mit dem Zug. Leider gibt es keinen Gepäcktransport vom Start zum Ziel. An der Streckenführung hat mich aber nicht so begeistert, dass man über weite Strecken (in der Summe ca. 12 km) auch auf der angrenzenden Parallelfahrbahn die anderen Läufer sieht, die vor einem sind bzw. hinter einem sind. Da die Strecke sehr sehr flach ist, ist sie sehr gut zu laufen.

Mit meiner Zeit war ich recht zufrieden, da ich jetzt mit 73 Jahren nur noch Zeiten um 2:30 ins Visier nehme. Sollten ihr auch dort mal starten, nehmt euch aber ruhig noch 2-3 Tage für die Stadt und das Umfeld, es lohnt sich.

Eine weitere Empfehlung von mir: nutzt Direktflüge. Wir sind über Frankfurt geflogen. Beim Hinflug kamen wir mit 3 Stunden Verspätung und ohne Gepäck (mit meiner Laufkleidung) an, das Gepäck war in Frankfurt verblieben und kam erst einen Tag später an. Beim Rückflug kamen wir mit Verspätung in Frankfurt an und der letzte Flieger nach Berlin war weg. Auf Kosten der Lufthansa haben wir  in Frankfurt übernachtet und dann den Frühflieger genommen und warten nun auf die uns zustehende  Entschädigung der Lufthansa.

   

 

Gruß Klaus

49. Lauf um die Römerschanze Sonnabend, 22. April 2023

Posted by on Freitag, 6 Januar, 2023

Sonnabend, 22. April 2023: Anmeldung und Ausschreibung

Anmeldung auf der Homepage des Zeitnehmers.

www.berlin-timing.de/Lauf-um-die-Roemerschanze

Bezahlung vor Ort.

Unten der Link zur Ausschreibung, das ist ein PDF und wird möglicherweise nicht geöffnet, aber runtergeladen.

Ist dann unter „Downloads“ zu finden.

Ausschreibung 49. Lauf um die Römerschanze 2023 V1

IM 70.3 WM in St.George 29.10.2022

Posted by on Freitag, 4 November, 2022

Von Daniel

Von Sacramento aus ging es mit Sack und Pack über einen Zwischenstopp in Los Angeles (Rückflug unserer Tochter) weiter zur WM nach St.George. Wir sind am Mittwochabend in St.George angekommen, schnell noch die Anmeldung im Ironmanvillage in der Stadtmitte erledigt und dann mit Athletenband zur Abendveranstaltung. Ich hatte nicht berücksichtigt das St. George in einer anderen Zeitzone liegt, so wurde aus 17:00 Uhr in Nevada plötzlich 18:00 Uhr in Utah. Die Veranstaltung im Conventioncenter, 4000 Athleten sind am Start, war schon in vollem Gange. Meine Frau und mein Sohn sollten dann noch pro Nase 45,-$ bezahlen. Nee, machen wir nicht!!! 800 $ für den Startplatz sind wohl mehr als genug…. Da die Amerikaner etwas lockerer mit den Kontrollen sind, haben wir uns einer Gruppe angeschlossen und sind ohne bezahlen reingekommen. Was gab es Leckeres? Nudeln und Salat, Cola, Fanta, Sprit und Wasser. Gott sei Dank haben wir nicht bezahlt. Die Veranstaltung an sich war ein Hoch auf Ironman und seine Sponsoren, das sieht man ja mittlerweile bei den Messen vor Ort. Als Aussteller präsentieren sich nur noch Ironman, Hoka und Ryzon….., das fand ich in Frankfurt schon nicht so toll. Das war die Welcome Party, Abendessen auf Kosten des Veranstalters und noch ein paar Coladosen gebunkert.

Da dieser WK an sich einer zum Genießen sein sollte, haben wir es entspannt angehen lassen. Donnerstag kurzer Abstecher ins Ironmanvillage, ja ein Eventshirt muss drin sein. Dann ging es ab in den Zion National Park, 2 Std. Wandern im Canyon.

Am Freitag ist Raceday der Frauen, nach Frühsport und kurzem Radcheck ging es in die City. Die Profifrauen sind schon auf der Laufstrecke unterwegs. Auch hier, wie schon in Sacramento, war leider nicht so viel los. Freitag ist halt Arbeitstag und die Amis können sich wohl nur für Basketball, Eishockey, Football und Baseball begeistern. Wir haben jedenfalls Alarm gemacht, beste deutsche war auf Platz 10 Anne Reischmann. Für den Nachmittag war die Radabgabe an der Schwimmstrecke etwas außerhalb der Stadt. Am Sand Hollow, der einzige See weit und breit, wurde es dann etwas voller. Zurück zum Hotel, Abendessen, Sachen zurechtlegen und Füße hoch. Beim Checken der Mails musste ich mich kurz kneifen, bei einem Bild Online Gewinnspiel habe ich einen Startplatz für Roth 2023 gewonnen, auch das noch!!! Nächstes Jahr ist definitiv Schluss.

Raceday, die Abfahrt zum Start war wieder mit Schulbussen organisiert und von Ironman entsprechend der AK und den Startzeiten vorgegeben. Die Hotels waren auf das Event vorbereitet, so gab es zeitig was zu frühstücken. Früh morgens wieder richtig kalt und dunkel, zum Start der Profis gegen 7:30 Uhr ging gerade die Sonne auf. Ich war erst Startgruppe 9, 8:50 Uhr dran.

Wassertemperatur unter 17 Grad und das lange Warten haben mich doch etwas frieren lassen. Vor mir waren die AK 55-59 im Wasser, kurze Pause und dann wir. Nach uns waren die AK 25-29 ins Wasser gelassen worden. Auch hier habe ich mich etwas weiter vorn einsortiert. Das half aber nichts, nach ca. 700 m kam die junge Garde durch das Wasser gepflügt und es entwickelte sich ein Kampf ums Überleben. Schön ist anders und mit viel Wasser im Hals und dicken Backen war ich froh nach 39 min endlich raus zu sein.

Wieder haben Helfer auf dem Weg zur WZ den Neo ausgezogen, Klasse ich hätte wohl ewig gebraucht. Socken, Schuhe, Helm und Armlinge anziehen war nicht so leicht mit zitternden Händen, ich war wohl etwas unterkühlt. Weil mir das so lange dauerte (8 min), habe ich die Radweste weggelassen. Schön blöd. Die ersten 30 min habe ich auf dem Rad gefroren, vom See ging es wellig in die Fläche und dann Richtung St.George.

Eine Runde war zu fahren, ständig auf und ab, kein Rhythmus möglich. Irgendwann war endlich die Sonne so hoch, das mir etwas wärmer wurde. Ich bin nicht am Limit gefahren, die Strecke war total voll. Überholen war schwierig und Abstände konnte man gar nicht einhalten. Ich finde, so geht das nicht. Kampfrichter habe ich keine gesehen, die hätten ja auch jeden zweiten bestrafen müssen!!! Das Highlight war dann ein nicht endender Anstieg bei 70 km (6 km lang und die Übersetzung am Limit) in einem Nationalpark oberhalb der Stadt. Jetzt nur noch bergab in die WZ im Stadtzentrum und nach 2:30 Std habe ich das Rad abgegeben. Der Wechsel ging fix, ich war auf Betriebstemperatur. Die Straßen waren voll, voll mit Athleten und voll mit Zuschauern. Super Sache….

Die Laufstrecke ging gleich 4 km bergauf, oben angekommen über einen Golfplatz und dann bergab zurück in die City. Meine erste Runde war verhalten, in der zweiten Runde habe ich etwas beschleunigt. Mit 1:39 Std ging es in den Zielkanal, Atmosphäre aufsaugen und fertig. Recht entspannt und mit einer Endzeit von 4:59 h war ich auf Platz 104 von 426 in der Ak und Platz 1.536 von 3.551 Startern gelandet. Da der Zielbereich sehr überfüllt war, haben wir den Tag am Hotelpool ausklingen lassen und uns schon auf die nächsten Tage gefreut.

Las Vegas und der Grand Canyon waren noch eingeplant und ein weiteres Highlight unserer Reise bevor es wieder nach Hause ging. Eins steht fest, die Reise hat sich gelohnt. Ich muss mein Karriereende zwar ein Jahr verschieben. Alles was jetzt noch kommt ist Zugabe. Aloha.