44. Berlin Marathon, 24. September 2017

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von CHRISTOPH: Eigentlich weiß ich nicht so recht was ich eigentlich schreiben soll. Ende der letzten Woche hat mich das erste mal in dieser Saison eine Krankheit heimgesucht. Pünktlich am Samstagabend überfielen mich die ersten leichten Symptome und am morgen des RaceDays gab es recht schmerzhafte Schluckbeschwerden! Ansonsten allerdings ging es mir soweit gut und an eine Absage habe ich nie wirklich nachgedacht. Nur das Starttempo wollte ich auch deswegen etwas konservertiver gestalten. Ich war top vorbereitet und Christian, Olaf und Torsten hatten mich hervorregend über die Bedingungen vor Ort ins Bild gesetzt. Torsten gab mir noch den Hinweis mich auf der südlichen Seite des Startbereichs einzulaufen, um auch im Startbereich weiter vorne stehen zu können. Ein super Tip! Es war so entspannt, das ich erst 3-4 Minuten vor dem Start mein Programm beendete und mich im Block B weit vorne einreihte. Die Bedingungen waren fast perfekt, mal abgesehen von den gelegentlichen Pfützen auf der Strecke und einem kurzen Schauer kurz nach dem Start. Und so ging es in meinen ersten Berlinmarathon. Mein angepeilter Schnitt sollte ursprünglich sowieso um 2-3 Sekunden bis zum Kilometer 15 angehoben werden, um dann schneller zu werden. Mein Ziel war es unter 2:35h zu bleiben. Auf diese Art und Weise wollte ich Energie sparen und natürlich eine kleine Sicherung einbauen, schließlich wusste ich nicht genau ob wirklich ein Infekt im Körper steckte. So hatte ich noch etwas Spielraum für Anpassungen. Allerdings verspürte ich nie den Drang am Anfang etwas ruhiger zu laufen, so wie sonst. Es sollte sich schon früh herauskristallisieren, das die 3:43 Minuten auf den ersten Kilomtern schon alles war, was am Sonntag drin war. Auch der Versuch zumindeste diese Pace zu halten scheiterte früh. Kurz nach der Halbzeit war es sinnbildlich vorbei und bei Kilomter 26 entschloss ich mich auch dazu, nicht weiter dagegen anzukämpfen. Mein Körper riegelte einfach ab und ich spürte instinktiv das irgendetwas nicht stimmte! An eine Aufgabe habe ich aber nie gedacht und im nachhinein betrachtet war es aus gesundheitlichen Gründen auch nich nötig. Im extensiver Dauerlauftempo fühlte ich mich wohl und so pegelte sich der Schnitt bei 4:15 min/km ein. Erst am Abend brach die Erkältung dann endgültig aus! Natürlich eine herbe Enttäuschung, aber so ist das halt im Sport. Es kann nicht immer so funktionieren wie man sich das wünscht. Wäre dies anders, könnte man auch kaum die guten Rennen oder Momente im Leben so würdigen wie sie es verdient haben.

Die Kunst des Verlierens studiert man täglich.
So vieles scheint bloß geschaffen,
um verloren zu
gehen und so ist sein Verlust nicht unerträglich.
(Elizabeth Bishop)

Einen Vorteil hatte die Sache natürlich, ich konnte den Rest des Laufes alles in Ruhe genießen und beobachten! Und der Marathon in Berlin ist eine besondere Sportveranstaltung, sicherlich für uns als Triathleten auf einer Stufe mit den großen Events in Roth oder auf Hawai einzuordnen. Allerdings mit dem großen Vorteil, das er direkt vor der Haustür stattfindet. Bei Kilometer 37 am U-Bahnhof Bühlowstrasse explodierte mir fast das Trommelfell, so laut war hier die Unterstützung. Schon hier zauberten mir die vielen Zuschauer ein flüchtiges lächeln auf die Lippen. Und da mir mit der Hamburgzeit die Quali sicher ist, bin ich im nächsten Jahr wieder mit dabei! Beim Bergsteigen heißt es, wenn man den Gipfel nicht erreicht hat muss man wieder zurückkommen und seinen Rucksack abholen. Also komme ich 2018 zurück und tue genau dies.

LG Cris

Christoph 2:44 h
Daniel      3:21 h
Torsten     3:25 h


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