Knappenman, 30. August 2015

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von RENE: Mit dem Finishen des Spreewaldmans vor vier Jahren, hatte ich für mich im sportlichen Bereich erstmal alle meine Ziele erreicht und im Anschluss mit extremen Motivationsproblemen zu kämpfen. Auf Grund einer mehrfach gescheiterten Marathonvorbereitung und meines eh schon immer recht hohen Körpergewichts, war eine Langdistanz für mich nicht vorstellbar. Ich hatte zwar irgendwie immer davon geträumt, aber träumen allein reicht eben nicht…
Nachdem ich dann noch endlich nach über 20 Jahren den Absprung aus der Gastronomie geschafft und mittlerweile einen Bürojob habe, kam was kommen musste: Kein Sport plus sitzender Tätigkeit ließen mein Gewicht drastisch ansteigen. Im letzten Jahr brachte ich dann bei 1,76 m stolze 108 kg auf die Waage!
Ende letzten Jahres dann die Nachricht von Karsten (der durch mich zum Triathlon kam) dass er sich für Roth angemeldet habe. Na toll, dachte ich, er macht das was ich schon immer machen wollte… Irgendwie hat mich das aber auch mächtig motiviert, so dass ich in dieser Saison wieder mit Training angefangen habe. Hätte ich bloß nie mit Sport aufgehört! Ich musste um jedes Kilo weniger und jeden Kilometer mehr kämpfen.
Mittlerweile wiege ich 96 kg und habe in dieser Saison 60 km Schwimmen und 1700 km Rad fahren absolviert. Laufen war natürlich auf Grund des hohen Gewichts ein Problem, so dass hier erst in den letzten Wochen etwas mehr als 100 km zusammen kamen. Von daher musste ich auch ein paar eigentlich für dieses Jahr schon geplante Wettkämpfe ausfallen lassen.
Leider ging das Comeback letzte Woche am Helenesee komplett daneben. Geplant war nach dem Schwimmen und Rad fahren auszusteigen. Da ich aber meine Schwimmeinheiten in diesem Jahr nur in der Halle absolviert hatte, hat mich der Anblick der kompletten Schwimmstrecke am Stück dann, nach sagen wir mal – beeindruckt. Auf Grund des starken Windes bin ich dann nach ca. 200 m wieder umgedreht, ich hatte wohl einfach Panik.
Da ich aber dieses Jahr unbedingt noch ein Erfolgserlebnis haben wollte, habe ich mich spontan für den Supersprint beim Knappenman angemeldet.
Nach einer nicht ganz einfachen Anreise (die auf der Homepage angegebene Adresse gab es im Navi nicht und dann war die Zufahrt abgesperrt wie Fort Knox), erwartete mich ein sehr gut organisierter Wettkampf mit perfekten flachen Strecken, vor allem das Wasser war sehr ruhig… . Bei 31° und strahlendem Sonnenschein gingen 130 Teilnehmer auf die Strecke. Eine Stunde vor dem Wettkampf bin ich alleine und in aller Ruhe die Schwimmstrecke komplett einmal abgeschwommen, um nach meiner Pleite von letzter Woche Sicherheit zu bekommen. Im Nachhinein war das eine mehr als gute Idee, da es bei so vielen Startern auf so einer kurzen Strecke natürlich sehr unruhig wurde.
Das Schwimmen absolvierte ich ohne Probleme in der zu erwartenden Zeit (09:00 min ohne Wechsel). Die Radstrecke war flach, kein Wind und nach 21 min erledigt. Also noch das Laufen, mit meinem derzeitigen Gewicht immer noch eine Herausforderung. Erwartungsgemäß wurde ich noch von einigen Sportlern überholt, war aber auch hier unter der vorher zu erwartenden Zeit. Im Vorfeld hatte ich mit einer Zeit von 55:00 min spekuliert. Am Ende waren es 52:45 min, womit ich rundum zufrieden bin.
Schwimmen und 1.Wechsel – 11:51 min
Radfahren – 21:10 min
2.Wechsel und Laufen – 19:44

Meine Ziele für dieses Jahr sind noch weitere 10 kg abzunehmen, Ende Oktober/Anfang November einen Halbmarathon zu absolvieren – und mich wieder mehr am Vereinsleben zu beteiligen!
Mit 108 kg wollte ich mich in den letzten Jahren aber einfach nicht bei einem Triathlonverein blicken lassen…
LG und bis Bald!

Knappenman

3 Responses to “Knappenman, 30. August 2015”

  1. Olaf Mistareck

    Glückwunsch.
    Genau, das Ganze in kleinere Schritte und Ziele einteilen, dann wird es fassbarer. Das war sicher eine gute Idee nach dem missglückten Start auf der Kurzdistanz gleich einen 2. auf der Spritdistanz zu machen.

    Olaf

  2. René

    Danke für die guten Wünsche, auch an Steffen.
    Ja, das mit dem Schwimmen wollte ich zum Einen nicht auf mir sitzen lassen. Zum andere. Wollte ich auch nicht das sich das im Kopf festsetzt und ich evtl. noch generell Probleme mit dem Schwimmen im Freiwasser bekomme.
    LG

  3. Find ich Klasse! Weiter so!

    Auch die kleinen Erfolge zählen. Es muss nicht immer eine Lang- oder Mitteldistanz sein.


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