20. Spreewald Duathlon, 9. Mai 2015

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von OLAF: Schnell ausgebucht dieses Jahr, Nachmeldungen waren wohl nicht mehr möglich. 20…22° C, sonnig bis heiter aber irgendwie schon heiß. 5 Starter vom TLV waren für die lange Distanz angemeldet. Daniel, Karl, Martin, Roman und ich. Martin hat sich auf die Kurze umgemeldet, Roman ist nicht gestartet (hat uns aber mit Torsten einen Besuch abgestattet und nach dem 1. Lauf begrüßt/angefeuert/motiviert). Da waren wir nur noch 3 und so sollte es auch bleiben, alle gut angekommen. Unveränderte 1. Laufstrecke, wieder die 2 Runden Radstrecke und die neue 2. Laufstrecke, der Wendekurs durch den Wald.

Ich war unsicher wie das heute werden würde. Das war meine 12. Teilnahme und vor dem Wettkampf habe ich Respekt, insbesondere das Rad fahren nach dem Laufen fällt mir schwer. 3x hatte ich den Duathlon schon aufgegeben, war zu schnell gelaufen und dann auf der Radstrecke „abgestorben“. Ich hatte fast genau das Gleiche Training bis dahin gemacht, wie im letzten Jahr. Sowohl in der Verteilung Schwimmen, Rad, Laufen und im Volumen als auch in den einzelnen Intensitäten. Letztes Jahr lief der Wettkampf gut, die beiden Läufe waren ok, Rad auch, hier dachte ich in der 1. Rund „das war’s“, aber dann waren die Runden gleich schnell und irgendwie hatte ich mich auf dem Rad noch mal (geistig) aufgerappelt. Dieses Jahr hatte ich das verlängerte 1.Mai Wochenende genutzt und sehr viel trainiert. (Der Rest der Familie war verreist). Montag und Dienstag war ich erschöpft, Mittwoch habe ich die geplante Laufeinheit mittendrin verkürzt, ich war noch nicht ausgeruht, Do & Fr ging es dann schon wieder. 3 kg wog ich mehr als letztes Jahr.

Der Arbeitskollege begrüßte mich mit: „ Heute habe ich nur ein Ziel, dich zu schlagen.“ War freundlich gemeint und auch nichts Neues, war er die letzten Jahre doch immer beim Duathlon vor mir gewesen. (Beim Triathlon an der gleichen Stelle konnte ich mich dann immer revanchieren). Ich zog das Rangsdorf Radtrikot zum Laufen aus und rannte nur im Baselayer.

Zu Anfang war es anstrengend, dann dachte ich mit zunehmenden km dass es ok ist, gar nicht schwer. Ich rannte mit den anderen mit. Gefühlt waren 50 vor mir, ab und zu überholte ich einen. Ich schaute weder auf die Zeit, noch auf den Puls. Bei 10km wollte ich die Zeit sehen, letztes Jahr hatte ich 43 min bis dahin gebraucht. Dieses Jahr waren es 40:30. Nach kurzer Freude wurde mir dann klar, die Markierung war zu früh, ich bin sicher nicht 15s/km schneller.

Ich hatte 2 Gels beim Laufen, die Runde ist so, dass man 3x am Wasserstand vorbei kommt, aber das 1. Mal ist so früh, dass ich da noch nichts essen will. Die weiteren 2x sind mir zu wenig, aber was soll’s. Der typische Geruch von trockenem (heißem) Kiefernwald. Den Geruch verbinde ich automatisch mit Anstrengung, wahrscheinlich werde ich noch mal allergisch dagegen.

Ich schloss langsam zur nächsten 5er Gruppe auf und wollte da bleiben, nach einigen Minuten war ich schon vorne. Bei km 15 addierte ich die voraussichtliche Zeit für die restlichen km dazu und dachte ich werde 2min schneller laufen als 2014. Warum auch immer, es war immer noch leicht bzw. die Anstrengung angemessen. Km 17 war dann lang und km 18 stand da, wo der Asphalt anfängt (von da sind es ca. 1,5km), die Markierung stimmte nicht. Die 1. Laufzeit war dann 20 s schneller als letztes Jahr und es ging irgendwie schnell vorbei, ich fühlte mich fit fürs Rad.

Das Radtrikot zog ich nicht an, mir war warm. Das war auch die richtige Entscheidung, auf dem Rad war mir zu keinem Zeitpunkt kalt. Fürs Rad hatte ich 7 Gels, eines gleich zu Anfang, dann km 15, 30 und 42 jeweils auf den beiden Runden. Und es lief gut auf dem Rad, ich konnte mich anstrengen, fuhr eher einen niedrigen Gang und überholte den einen und anderen. Es war windig, gefühlt war der Wind auf ¾ der Strecke. So wirklich störte mich das nicht. Ich tröstete mich damit, dass die Anstrengung gleich ist, es dauert halt nur länger. Einige überholten mich, insgesamt hatte ich ca. 5 Plätze gut gemacht nach der 1. Runde. 72 min sagte die Uhr, das ist für mich eine eher gute Zeit und gab Motivation für die 2. Runde. Die Anstrengung in der 2. Runde konnte ich hoch zu halten und die war sogar 1 min schneller als die 1. Runde.

Zügiger Wechsel und ab auf die Laufstrecke. Der Wendekurs gefällt mir besser als die See Runde, schöne Strecke, hin eher bergauf und man sieht die anderen. Ich kam gut rein ins Laufen, hohes Tempo, gefühlt eine hohe Schrittfrequenz und dann war es so wie letztes Jahr. Einige Läufer vor mir, die ersten paar 100m scheint sich der Abstand gar nicht zu ändern und dann ist es wie im Zeitraffer, ich bin ganz schnell vorbei. Auf der Laufstrecke würde ich die anderen sehen. Bis km 2 hatte ich Daniel nicht gesehen, ich fragte mich, ob er 25min vor mir im Ziel war oder ich knapp hinter ihm. Wenig später kam er mir entgegen. Auf dem Rückweg sah ich ca. bei km 1 dann Karl und den Arbeitskollegen.

Die 2. Laufzeit war 20s schneller als letztes Jahr. Insgesamt lief der Wettkampf sehr gut, ich war angenehm überrascht und das war der bisher am besten gelungene Duathlon im Spreewald für mich.

Daniel war schon erschöpft im Ziel, Karl kam dann auch sicher und scheinbar noch gut intakt ins Ziel. Die 2. Radrunde war bei ihm ca. 5 min langsamer als die erste, die war etwas zu schnell.

Daniel und Karl waren jeweils 4. In der AK aber jeweils 1. Brandenburger, ich wurde 1. in der AK, also volle Punkte für alle in der Einzelwertung und für die Vereinswertung.

Martin wurde 6ter in der AK auf der kurzen Distanz in 1:08:12

Schöner Wettkampf, doch schwer und irgendwie ist es nicht vorhersagbar, wie der läuft.

117 Finisher, ca. 20 haben nach dem 1. Lauf aufgehört, gewollt oder ungewollt.

Mein nächster Wettkampf ist dann in 6 Wochen an der Gleichen Stelle.

Ergebnisse sind hier:

http://www.triathlon-service.de/ergebnisse/2015.php

Olaf

SpreewaldDua


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